***Update*** 21 Banken betroffen: Grösserer Ausfall bei Avaloq
Wie finews erfahren hat, sind am Mittwoch um circa 13.30 Uhr wichtige Systeme von Avaloq ausgefallen.
Trotz wiederholter Kunden-Emails des Bankensoftware-Anbieters, in denen eine baldige Lösung in Aussicht gestellt wurde, war diese (Stand: gestern Abend) noch nicht erzielt.
«Wie vor dreissig Jahren»
Betroffen waren dem Vernehmen nach nicht die Kernbankensysteme von Avaloq, die bei den Kunden lokal laufen, sondern einige «Software as a Service (SaaS)»-Dienstleistungen, beispielsweise im Bereich Trading. «Wir geben unsere Orders wie vor dreissig Jahren per Telefon bei den Brokern durch», beschrieb ein Betroffener die Situation gegenüber finews.
Ursprung der Störung war ein Hardwareproblem eines Drittanbieters im Rechenzentrum.
Avaloq ist ein führender Anbieter von Bankensoftware, der vor allem Privatbanken bedient.
Am Donnerstagmorgen nahm Avaloq gegenüber finews dazu wie folgt Stellung: «Wir können bestätigen, dass es gestern bei einigen unserer Kunden zu einer Störung gekommen ist. Die zugrunde liegende Ursache wurde identifiziert, und unsere Teams haben die notwendigen Massnahmen zur Wiederherstellung der Services erfolgreich umgesetzt. Wir unterstützen unsere Kunden nun dabei, in den Normalbetrieb zurückzukehren und einen stabilen Betrieb sicherzustellen.»
Um kurz vor 10 Uhr ergänzte das Unternehmen, die meisten Funktionen seien bereits gestern Abend wiederhergestellt gewesen. Nun funktioniere alles wieder.
Anhaltende Validierungsmassnahmen
«Unsere Teams führen weiterhin Validierungsmassnahmen und eine verstärkte Überwachung durch, um die anhaltende Stabilität sicherzustellen.»
Avaloq werde den Vorfall «gemeinsam mit unserem Infrastrukturpartner umfassend untersuchen». Zudem würden Massnahmen ergriffen, um «das Risiko einer erneuten Störung weitmöglichst zu reduzieren».













