St. Galler Kantonalbank steigert Gewinn und erhöht Ausblick
Im ersten Halbjahr 2026 erwirtschaftete die St. Galler Kantonalbank (SGKB) einen Konzerngewinn von 119,9 Millionen Franken. Dies entspricht einer Steigerung um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zu entnehmen ist.
Der Geschäftsertrag erhöhte sich um 4,0 Prozent auf 313,9 Millionen Franken. Der Geschäftserfolg legte um 5,0 Prozent auf 140,5 Millionen Franken zu.
Kommissionsgeschäft legt kräftig zu
Der Bruttoerfolg aus dem Zinsgeschäft nahm gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 2,8 Prozent zu. Noch stärker entwickelte sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einem Plus von 7,5 Prozent.
Der Handelserfolg konnte dagegen nicht ganz an das starke Vorjahr anknüpfen und sank um 2,9 Prozent. Im Frühjahr 2025 hatte die Bank noch von einer aussergewöhnlich hohen Aktivität an den Börsen profitiert.
Auf der Kostenseite erhöhte sich der Geschäftsaufwand um 4,1 Prozent. Der Personalaufwand stieg dabei um 6,5 Prozent. Die SGKB begründet dies mit dem kontinuierlichen Personalaufbau zur Unterstützung des Wachstums sowie mit Investitionen in das Angebot und das Risikomanagement. Der Sachaufwand blieb trotz Investitionen in IT, Marketing und Infrastruktur gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Mehr als 2 Milliarden Franken Neugeld
Auch beim Geschäftsvolumen setzte die SGKB ihren Wachstumskurs fort. Dieses erhöhte sich seit Jahresbeginn um 4,4 Prozent auf 111,3 Milliarden Franken. In den ersten sechs Monaten flossen der Bank netto 2,1 Milliarden Franken an neuen Kundengeldern zu. Dies entspricht einem Neugeldwachstum von 3,0 Prozent.
Besonders stark war der Zufluss bei institutionellen Anlegern sowie bei Privatkundinnen und Privatkunden. Insgesamt stiegen die verwalteten Vermögen um 5,9 Prozent auf 76,0 Milliarden Franken.
«Dieses konstante Wachstum ist erneut breit abgestützt: Alle Kundengruppen und Marktregionen haben dazu beigetragen. Das zeigt, dass unsere Strategie stimmt», wird CEO Christian Schmid in der Mitteilung zitiert.
Die Kundenausleihungen nahmen um 502,8 Millionen Franken beziehungsweise 1,4 Prozent auf 35,2 Milliarden Franken zu. Der Grossteil des Neugeschäfts entfiel auf Hypotheken für Privatpersonen in den Kantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden.
SGKB wird für 2026 optimistischer
Das Kreditportfolio befinde sich weiterhin in einem guten Zustand, schreibt die Bank. Allerdings zeige sich das wirtschaftliche Umfeld in einzelnen Branchen und bei einzelnen Unternehmen herausfordernd. Die SGKB erhöhte deshalb die Wertberichtigungen und Rückstellungen um 3,4 Millionen Franken.
Nach dem guten ersten Semester hebt die Kantonalbank ihren Ausblick für das Gesamtjahr an. Neu erwartet sie für 2026 einen Konzerngewinn leicht über dem Vorjahresniveau. Voraussetzung dafür seien stabile Zinsen, eine weiterhin positive Entwicklung der Aktienmärkte und das Ausbleiben einer Rezession in der Schweiz.














