Schweizer Asset Manager profitieren von der Marktperformance

Die «Swiss Asset Management Study 2026» der Asset Management Association Switzerland (AMAS) und Zeb Consulting beleuchtet die Branche auf 45 Seiten. Gemäss Mitteilung vom Mittwoch arbeiten rund 10'580 Personen direkt im Schweizer Asset Management; der Sektor erwirtschaftete 2025 einen Gewinn von 4,9 Milliarden Franken. 

Die Studienautoren sehen mehrere Herausforderungen. Das Wachstum werde nach wie vor stark von der Entwicklung an den Finanzmärkten getragen. Nur rund ein Fünftel des Vermögenswachstums stamme aus Nettoneugeldern. Damit hänge der Schweizer Markt «überproportional» stärker von Börsenentwicklungen ab als beispielsweise die führenden amerikanischen Banken. 2025 brachte das Netto-Neugeld gerade noch 1,7 Prozent des Wachstums der verwalteten Assets, global waren es fast 14 Prozent gewesen.

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Die gute Börsenentwicklung ist der wichtigste Wachstumtreiber für die in der Schweiz verwalteten Vermögen. (Grafik: AMAS) 

Nach dem starken Anstieg von verwalteten Vermögen von ausländischen Kunden von 2018 bis 2021 haben sich die Zuflüsse deutlich verlangsamt, der Anteil der ausländischen Vermögen liegt aktuell noch bei 30,4 Prozent. Von diesen Assets stammen fast 80 Prozent aus der EU oder UK, 14 Prozent aus Asien und 7 Prozent aus den USA.

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Der Anteil der Vermögen ausländischer Kunden ist seit 2020 wieder rückläufig. (Grafiken: AMAS)

Etwas tiefere Marge

Als grösste Standortnachteile nennen die befragten Vermögensverwalter die hohen operativen Kosten sowie die regulatorische Komplexität. Besonders kleinere Anbieter sehen darin eine Belastung.

Gleichzeitig erodieren die Margen, nicht zuletzt wegen des anhaltenden Booms passiver Anlageprodukte. Der Anteil passiver Anlagen stieg 2025 auf 36,8 Prozent. Zum Vergleich vor vier Jahren waren es knapp 31 Prozent gewesen. Die Cost-Income Ratio der Branche betrug im Schnitt 71,5 Prozent, gegenüber 68,8 Prozent im Vorjahr. Die Profitmarge sank laut der Studie minimal auf noch 13 Basispunkte.

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 Der Anteil der passiven Anlagen wächst, die Gewinnmarge schrumpft. (Grafik: AMAS)

Als Hoffnungsträger gelten laut der Umfrage Private Markets. Sie gehörten mittlerweile zum Kernportfolio und würden in immer mehr Mandate fliessen. Insgesamt seien die alternativen Investments zuletzt jährlich um 4 Prozent gewachsen. Speziell im vergangenen Jahr profitierten die Rohstoffe von einem seltenen «Makro-Cocktail»: beständiges geopolitisches Risiko, strukturell begrenzte Versorgung mit Energie und Metallen sowie die starke Goldnachfrage der Zentralbanken. 

 

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 Der Anteil der alternativen Anlagen bleibt stabil, die Gewinnmarge schrumpft. (Grafik: AMAS)

«Das Schweizer Asset Management bleibt widerstandsfähig, international relevant und strategisch wichtig für den Schweizer Finanzplatz», sagt Adrian Schatzmann, CEO der AMAS. «Die Studie zeigt aber auch klar, dass zukünftiges Wachstum nicht primär von der Marktentwicklung abhängig sein darf. Internationale Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Nettoneugeldzuflüsse werden immer entscheidender.»