EU-US-Zoll-Deal nimmt fristgerecht wichtige Hürde
Das Europaparlament hat dem Zollabkommen zwischen den USA und der EU grünes Licht erteilt, wie unter anderem die Nachrichtenagentur «Bloomberg» berichtet. Die EU-Kommission hatte sich im vergangenen Sommer auf den «Deal» eingelassen, um einen drohenden Handelskrieg abzuwenden.
Als letzter Schritt ist nun die Zustimmung des Ministerrats der EU-Länder nötig, die am 26 Juni erfolgen soll. In Kraft treten würde die Vereinbarung dann am 4 Juli.
Die Vereinbarung wurde demnach mit 440 zu 151 Stimmen angenommen bei 50 Enthaltungen.
Das Zollabkommen sieht etwa vor, Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen und US-Meeresfrüchten sowie Agrarprodukten einen besseren Marktzugang zu gewähren. Die Europäische Union musste dabei US-Zölle in Höhe von bis zu 15 Prozent auf die meisten Warenexporte in die Vereinigten Staaten akzeptieren. Im Gegenzug sollen die USA bis Jahresende Zölle auf Konsumgüter wie Waschmaschinen und andere Produkte mit Stahlanteil auf höchstens 15 Prozent senken.
US-Präsident Donald Trump hatte der EU vor eine Frist für die Umsetzung der Handelsvereinbarung gesetzt. Sollte die EU nicht bis zum US-Nationalfeiertag am 4. Juli ihren Teil des Abkommens erfüllen, würden die Zölle «leider sofort auf ein viel höheres Niveau steigen», hatte er Trump auf seiner Plattform «Truth Social» geschrieben.
Die vom Parlament genehmigte Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass die EU-Zollzugeständnisse bei Verstössen der USA gegen Absprachen wieder ausgesetzt werden können.














