Nach Übernahme in Zürich: Richelieu nimmt 15 Milliarden Euro ins Visier

Die Groupe Banque Richelieu baut ihre Position in der internationalen Vermögensverwaltung weiter aus. Per Ende Juni 2026 verwaltete die Gruppe 11 Milliarden Euro an Kundenvermögen und erreichte damit einen neuen Meilenstein, wie sie in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung schreibt. Das Wachstum sei von anhaltenden Nettomittelzuflüssen getragen worden, heisst es weiter.

Die Gruppe hatte zuletzt ihre Präsenz in der Schweiz gestärkt, indem sie ihre Zürcher Tochtergesellschaft Banque Richelieu Switzerland, die ehemalige Kaleido Privatbank Zürich, vollständig übernahm; finews berichtete darüber. Zudem gründete sie mit Richelieu Invest eine neue Investmentgesellschaft, um ihr Angebot weiter auszubauen.

Ambitionierte Wachstumsziele

«Dieser Meilenstein bestätigt, dass unsere Strategie mit einer Multi-Entity-Plattform an vier führenden Finanzplätzen den Erwartungen internationaler Familien, Unternehmer und institutioneller Kunden entspricht», erklärt Gruppenchef Sylvain Fondeur.

Per Ende Juni lag die konsolidierte Kapitalquote bei 25 Prozent. Die Eigenmittel beliefen sich auf 230 Millionen Euro. Gleichzeitig erreichte die Liquiditätsdeckungsquote (LCR) 355 Prozent, während die strukturelle Liquiditätsquote (NSFR) bei 170 Prozent lag. 

KI als strategischer Schwerpunkt

Auf Basis dieser Kapitalausstattung strebt die Groupe Banque Richelieu an, die verwalteten Vermögen innerhalb der kommenden drei Jahre auf 15 Milliarden Euro auszubauen. Neben organischem Wachstum setzt die Gruppe dabei auf Synergien innerhalb der Organisation, Investitionen in Mitarbeitende sowie eine umfassende interne Transformation mithilfe künstlicher Intelligenz.

Darüber hinaus will Richelieu weiterhin selektiv externe Wachstumsmöglichkeiten in ihren Kernmärkten prüfen, um ihre internationale Position im Wealth Management weiter auszubauen.