Hypo-Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent

Konkret blieb der massgebende Durchschnittszinssatz der Hypotheken laut Mitteilung vom Dienstag per Ende Juni unverändert bei 1,31 Prozent. Erst wenn der Durchschnitt auf unter 1,13 Prozent sinkt oder auf über 1,37 Prozent steigt, ändert sich auch der Referenzzinssatz.

Der Entscheid des Bundesamt für Wohnungswesen war so erwartet worden. Eine weitere Senkung des Referenzzinssatzes, der seit einem Jahr gilt, war laut Experten  unwahrscheinlich. 

Raiffeisen-Chefökonom Fredy Hasenmaile hält einen Rückgang auf 1,13 Prozent bei unveränderten Bedingungen «theoretisch frühestens Mitte 2030 für möglich», schrieb er in einer Kurzanalyse. 

Fabian Waltert von der UBS verwies im Vorfeld des Entscheids darauf hin, dass der dafür notwendige Durchschnittszinssatz selbst während der Negativzinsphase von 2015 bis 2022 nie erreicht wurde. 

Damit richtet sich der Blick zunehmend darauf, wann der Referenzzinssatz wieder steigen könnte. Im Basisszenario der von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen dürfte ein Anstieg noch einige Zeit auf sich warten lassen.

Die UBS erwartet einen Anstieg des Referenzzinssatzes auf 1,5 Prozent erst Ende 2027, die ZKB sogar erst Ende 2028. Eine weitere Eskalation des Konflikts im Mittleren Osten und ein erneuter Anstieg der Energiepreise könnten die Inflationserwartungen erhöhen und damit frühere Zinserhöhungen der SNB wahrscheinlicher machen.

In einem solchen Szenario könnte der Referenzzinssatz laut UBS bereits ab Mitte 2027 auf 1,5 Prozent steigen. Die ZKB hält einen früheren Anstieg ebenfalls für möglich, falls die SNB die Leitzinsen früher und stärker anhebt als erwartet.