Suva: Freizeitunfälle nehmen deutlich zu

Die Suva hat im vergangenen Jahr insgesamt 480’000 neue Fälle an Unfällen und Berufskrankheiten registriert und anerkannt. Das sind rund 1,9 Prozent mehr als im Jahr 2024. Die grösste Unfallversicherung der Schweiz versichert rund die Hälfte aller berufstätigen Personen.

Die Zahl der Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten war erneut rückläufig. Sie gingen um 0,9 Prozent auf gut 166’000 Fälle zurück, wie es in den am Dienstag veröffentlichten Zahlen für 2025 heisst. Demgegenüber nahmen die Freizeitunfälle um 2,8 Prozent auf rund 296’000 Fälle zu.

Bei den als arbeitslos gemeldeten Personen sowie bei Personen in IV-Massnahmen hat die Zahl der Unfälle um 15,4 Prozent zugenommen. «Grund dafür ist vor allem die höhere Zahl der Arbeitslosen», schreibt die Suva weiter.

Insgesamt zahlte die Suva 2025 über 4,6 Milliarden Franken an Versicherungsleistungen.

«Die Zunahme der Unfallzahlen gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf Freizeitunfälle zurückzuführen», sagt Alois Fässler, Statistiker bei der Suva. «Erfreulich ist, dass die Berufsunfälle weiter zurückgehen.»

Seit Anfang der 1990er Jahren passieren deutlich mehr Unfälle in der Freizeit als im Zusammenhang mit der Arbeit. 2025 lag das Verhältnis bei 64 Prozent Freizeitunfälle zu 36 Prozent Arbeitsunfälle.

Fussball, Sikfahren und Bergwandern

Über das ganze Jahr betrachtet, registrierte die Suva die meisten Sportunfälle beim Fussballspielen (29’000/25 Prozent aller Sportunfälle), beim Skifahren (16’000/13 Prozent) und beim Bergwandern (6’000/5 Prozent).

Männer verletzten sich am häufigsten beim Fussballspielen (29 Prozent), Skifahren (12 Prozent) und Biken (5 Prozent), während sich bei den Frauen die meisten Unfälle beim Skifahren (20 Prozent), Bergwandern (9 Prozent) und Jogging (7 Prozent) ereigneten. Die häufigsten Verletzungen beim Sport betrafen Knie, Fussgelenke und Schultern.