SNB reduziert Faktor für Sichtguthaben erneut
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am Donnerstag an ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung in Bern den Leitzins erwartungsgemäss auf 0 Prozent belassen, kündigt nun aber eine Senkung des Faktors für die Limite zur Verzinsung von Sichtguthaben an, die Banken bei ihr halten (müssen).
Per 1. August 2026 wird der Faktor von heute 15 auf 13,5 reduziert, hält die SNB in einem Communiqué vom Montag fest. Unverändert bleibt die Berechnungsgrundlage für die Limite: Sie entspricht dem laufenden Durchschnitt der Mindestreserveerfordernisse über die letzten drei Jahre, multipliziert mit dem aktuell geltenden Faktor.
Anstieg der Limite kompensieren
Sichtguthaben bis zur Limite werden zum Leitzins, Sichtguthaben darüber zum Leitzins abzüglich eines Abschlags von 0,25 Prozentpunkten (und damit negativ) verzinst. Sichtguthaben, die zur Erfüllung der Mindestreserven gehalten werden, werden nicht verzinst.
Mit der Absenkung des Faktors reagiert die SNB auf den Anstieg der Limiten, die sie durch die Erhöhung des Mindestreserveerfordernisses per Juli 2024 selber verursacht hat. Die Massnahme stelle eine weiterhin effektive Umsetzung der Geldpolitik sicher und unterstütze einen aktiven Geldmarkt, ändere aber nichts an der geldpolitischen Ausrichtung.
Seit 2024 mehrfach gesenkt
Für die Marktoperationen und damit die Umsetzung der Geldpolitik ist das im Zürcher Sitz der SNB domizilierte III. Departement unter Direktoriumsmitglied Petra Tschudin verantwortlich.
Die SNB hat den Faktor schon mehrfach nach unten angepasst. Im Oktober 2024 betrug er noch 25.















