Schwyzer Kantonalbank steigert Geschäftserfolg deutlich

Die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) hat im ersten Halbjahr 2026 einen Gewinn von 47,0 Millionen Franken erzielt. Im Vorjahreszeitraum waren es 37,4 Millionen Franken gewesen. Noch deutlicher fiel die Verbesserung beim Geschäftserfolg aus: Dieser erhöhte sich um 22,6 Prozent auf 79,7 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. 

Damit hat sich die Ertragslage der Bank nach dem Dämpfer im Vorjahr spürbar verbessert; im ersten Halbjahr 2025 war der Geschäftserfolg noch um 15,9 Prozent zurückgegangen. 

Zinsgeschäft erholt sich

Der Betriebsertrag stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 19,8 Millionen auf 157,2 Millionen Franken. Eine wichtige Rolle spielte dabei das Zinsgeschäft.

Der Bruttozinserfolg erhöhte sich um 5,5 Prozent auf 90,3 Millionen Franken. Noch stärker legte der Nettozinserfolg zu: Dank tieferer Zinsaufwendungen und der Auflösung von Wertberichtigungen stieg er um 21,9 Prozent. 

Damit zeigt sich eine deutliche Veränderung gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Damals hatten die Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank den Bruttozinserfolg noch um 14,3 Prozent gedrückt. 

Mehr Geschäft mit Wertschriften

Auch das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft entwickelte sich positiv. Der Erfolg nahm um 10 Prozent auf 38,2 Millionen Franken zu. Die SZKB führt dies unter anderem auf die Erholung der Finanzmärkte nach den Turbulenzen im März sowie eine rege Börsenaktivität ihrer Kundschaft zurück. 

Das Depotvolumen erreichte 13,4 Milliarden Franken. Besonders die Vermögensverwaltungsmandate legten zu: Hier kamen 134 Millionen Franken hinzu. Bei den bankeigenen SZKB-Fonds betrug das Plus 122 Millionen Franken.

Weniger dynamisch entwickelte sich das Handelsgeschäft. Der Handelserfolg sank um 4,5 Prozent auf 21,2 Millionen Franken. Die Erträge aus Fremdwährungsbeständen erhöhten sich dagegen um 10,2 Prozent auf 5,0 Millionen Franken. 

Investitionen treiben Kosten nach oben

Das Wachstum hat allerdings auch eine Kostenseite. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 4,6 Prozent auf 70,4 Millionen Franken. Die Bank verweist dabei insbesondere auf Investitionen in die Digitalisierung sowie regulatorische Anforderungen.

Der Personalaufwand nahm um 3,6 Prozent auf 46,8 Millionen Franken zu, der Sachaufwand um 6,7 Prozent auf 23,6 Millionen Franken. Die Cost/Income Ratio lag bei 46,7 Prozent. 

Zusätzlichen Rückenwind erhielt das Halbjahresergebnis durch die Auflösung von 5,6 Millionen Franken an Wertberichtigungen. Möglich wurde dies laut Bank aufgrund einer verbesserten Qualität des Kreditportfolios und leicht rückläufiger Ausleihungen. Im zweiten Halbjahr rechnet die SZKB allerdings wieder mit einem leichten Anstieg der Wertberichtigungen.

Kundengelder wachsen kräftig

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 2 Prozent auf 24,6 Milliarden Franken. Auffällig ist insbesondere die Entwicklung der Kundengelder: Sie stiegen um 5,6 Prozent auf 17,8 Milliarden Franken.

Die Kundenausleihungen gingen dagegen leicht um 0,3 Prozent auf 19,3 Milliarden Franken zurück. Damit werden inzwischen 92 Prozent der Kundenausleihungen durch Kundengelder gedeckt. Die Gesamtkapitalquote beträgt 24,4 Prozent. 

Ausblick von Vorsicht geprägt

Für das zweite Halbjahr erwartet die SZKB bei einem unveränderten SNB-Leitzins von 0 Prozent eine ähnliche Entwicklung von Erträgen und Kosten.

Beim Geschäftserfolg dürfte das Tempo allerdings nachlassen. Wegen der im ersten Halbjahr erfolgten Auflösung von Wertberichtigungen rechnet die Bank für die zweite Jahreshälfte mit einem leicht tieferen Geschäftserfolg.