Angebotspreise: Stockwerkeigentum schlägt Einfamilienhäuser
Die Angebotspreise für Stockwerkeigentum sind in der Schweiz im Jahresvergleich um 4,2 Prozent gestiegen. Einfamilienhäuser wurden im Schnitt um 2,6 Prozent teurer offeriert, wie es im jüngsten ImmoScout24-Kaufindex heisst, der gemeinsam mit dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI erstellt wird. Die Anbieterinnen und Anbieter hätten hier einen schwächeren Anstieg der Nachfrage antizipiert.
Das Umfeld sei von tiefen Zinsen, der bevorstehenden steuerlichen Entlastungen durch die Abschaffung des Eigenmietwerts und ausgeprägte regionale Unterschiede geprägt gewesen.
Mehr Eigenheime im Angebot
Rund zwei Drittel aller angebotenen Eigenheime sind Stockwerkeinheiten. Bei Einfamilienhäusern habe das Angebotsvolumen gemessen an der bereinigten Anzahl inserierter Objekte spürbar zugenommen. Insbesondere seien mehr Altbauten auf den Markt gekommen. Im Gegensatz dazu blieb das Angebotsvolumen bei Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstant.
«Unabhängig von der Objektkategorie hat das vergangene Jahr die Attraktivität von Eigenheimen weiter gestärkt», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate bei SMG. «Tiefe Hypothekarzinsen senken die Wohnkosten im Vergleich zur Miete merklich, zusätzlich wird die im Herbst beschlossene Abschaffung des Eigenmietwerts bei vielen Eigentümerinnen und Eigentümern für Steuerentlastungen in den kommenden Jahren sorgen.»
Regional gehen die Märkte bei Preisanpassung und Preisniveau weit auseinander. Zürich sowie die Zentralschweiz hätten hohe Zuwachsraten verzeichnet und erreichen inzwischen ein Preisniveau, das rund 20 bis mehr als 30 Prozent über dem Schweizer Mittel liegt. Demgegenüber zeigen das Tessin und das Mittelland kaum Preiswachstum und verbleiben rund 10 bis 25 Prozent unter dem Landesdurchschnitt.
(Grafik: zVg)
Bei den Eigentumswohnungen haben die Zentralschweiz 2025 mit einem markanten Preisanstieg von 9,5 Prozent das Feld angeführt. Es folgen die Ostschweiz (+6,5 Prozent), die Grossregion Zürich (+4,2 Prozent), Nordwestschweiz (+3,6 Prozent) und die Genferseeregion (+3,3 Prozent). Deutlich zurückhaltender entwickelte sich das Mittelland (+1,4 Prozent) und im Tessin (+0,3 Prozent) bewegten sich die Angebotspreise nur zaghaft nach oben.
Bei den Angebotspreise von Einfamilienhäusern ragt die Zentralschweiz mit einem Plus von 7,7 Prozent ebenfalls deutlich heraus. Es folgen die Ostschweiz und die Genferseeregion (je +4,1 Prozent) sowie die Nordwestschweiz (+3,7 Prozent). Unterdurchschnittlich war der Anstieg in der Grossregion Zürich (+1,4 Prozent) und im Mittelland (+0,4 Prozent). Im Tessin sanken die Preise gar um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
«Während sich das nationale Angebotswachstum auf moderatem Niveau bewegt, sorgen regionale Hotspots und das starke Segment der Eigentumswohnungen für anhaltende Dynamik, sagt Waeber weiter.
















