Bitcoin Suisse erhält MiCAR-Lizenz und nimmt Europa ins Visier

Nach mehr als einem Jahrzehnt als einer der Pioniere der Schweizer Kryptobranche expandiert Bitcoin Suisse nach Europa. Die 2018 gegründete Bitcoin Suisse (Europe) AG hat von der liechtensteinischen Finanzmarktaufsicht (FMA) die Zulassung als Crypto Asset Service Provider (CASP) gemäss der europäischen Regulierung MiCAR erhalten, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

Die Bewilligung baut auf der bereits bestehenden Registrierung nach dem liechtensteinischen Token- und VT-Dienstleister-Gesetz (TVTG) auf und eröffnet dem Unternehmen den Zugang zu den Märkten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).

Fokus auf vermögende und institutionelle Kunden

Bitcoin Suisse richtet sich in Europa gezielt an vermögende Privatkunden, Unternehmen und institutionelle Investoren. Dabei setzt das Unternehmen auf seine mehr als zehnjährige Erfahrung im Kryptomarkt, die sich über mehrere Marktzyklen hinweg bewährt habe.

Zum Angebot zählen insbesondere Handel, Verwahrung und Staking von digitalen Vermögenswerten. Als zentrale Unterscheidungsmerkmale nennt das Unternehmen seine eigene technologische Infrastruktur sowie ein Betreuungsmodell, bei dem jeder Kunde einen persönlichen Ansprechpartner erhält.

«Wir sind sehr stolz auf diesen Meilenstein. Die MiCAR-Zulassung ist ein entscheidender Schritt auf unserem Weg zu einer globalen Marke und langfristig zu einer globalen Wealth-Management-Plattform», sagt Andrej Majcen, Mitgründer und Group CEO von Bitcoin Suisse.

Mit den Standorten in der Schweiz, Liechtenstein und Bermuda verfüge die Gruppe nun über die regulatorische Grundlage, um Kunden in einigen der weltweit wichtigsten Finanzzentren zu betreuen.

Roman Przibylla übernimmt Europa-Geschäft

Die europäische Expansion wird von Roman Przibylla als CEO der Bitcoin Suisse (Europe) AG geleitet. Der Manager verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung im Vertrieb und war in leitenden Funktionen unter anderem bei Deutsche Bank, Commerzbank, HSBC, Vontobel und Maverix Securities tätig.

«Die MiCAR-Lizenz eröffnet Bitcoin Suisse den Zugang zu einem der grössten und anspruchsvollsten Investorenmärkte der Welt», sagt Przibylla. Institutionelle und vermögende Kunden benötigten sowohl eine leistungsfähige Infrastruktur als auch persönliche Ansprechpartner mit ausgewiesener Krypto-Expertise. Diese Kombination sei im Markt keineswegs selbstverständlich.

Über 200 Mitarbeitende

Bitcoin Suisse wurde 2013 in Zug gegründet und beschäftigt heute nach eigenen Angaben mehr als 200 Mitarbeitende in der Schweiz, Liechtenstein, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bermuda. Das Unternehmen bietet Kryptofinanzdienstleistungen für institutionelle Investoren, Krypto-Stiftungen, Family Offices, Vermögensverwalter sowie vermögende Privatkunden an.