Vaudoise wächst im Nichtlebengeschäft weiterhin überdurchschnittlich
Die Gruppe Vaudoise Versicherungen vermeldet für das erste Halbjahr 2026 einen Gewinn von 82,9 Millionen Franken, 3 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs, wobei diese Werte im Zuge eines Restatement angepasst wurden.
Der Umsatz, bei dem die Bruttoprämien im Nichtlebengeschäft mit Abstand die wichtigste Komponente sind (dazu kommen die Prämien aus dem eher marginalen Lebengeschäft und die ebenfalls geringen Erträge aus Dienstleistungen), wuchs um 6,5 Prozent auf 1'168 Millionen Franken, wie dem am Mittwoch publizierten Halbjahresbericht zu entnehmen ist.
Vaudoise streicht besonders das Wachstum von 6,7 Prozent im Nichtlebengeschäft in der ganzen Schweiz heraus (1'092 Millionen Franken). Das gute Ergebnis sei auf die Personenversicherungen Nichtleben und die positive Entwicklung des P&C-Geschäfts in den Haftpflicht- und Sachversicherungsbranchen zurückzuführen. Die Personenversicherungen Nichtleben haben um 8,4 Prozent zugelegt, davon 7 Prozent in der Krankenversicherung und 10,2 Prozent in der Unfallversicherung.
Verbesserte Combined Ratio
CEO Jean-Daniel Laffely unterstreicht: «Seit fünf Jahren liegt unser Wachstum im Nichtlebengeschäft über dem Markt. Diese Performance trägt zu den hervorragenden Ergebnissen der Gruppe im ersten Halbjahr 2026 bei.»
Die Bruttoschadenbelastung lag bei 462 Millionen Franken 429 Millionen in der Vergleichsperiode. Die Combined Ratio (Verhältnis von Schadenbelastung zu Prämien) verbesserte sich im Nichtlebengeschäft um 1,3 Prozentpunkte auf 96,1 Prozent, «trotz der finanziellen Auswirkungen der Brandkatastrophe von Crans-Montana zu Beginn des Jahres», berichtet Vaudoise.
Weiterhin bleibt die Schadenbelastung bei den Motorfahrzeugversicherungen hoch, während die Prämienentwicklung unter dem Marktdurchschnitt liegt. Man habe wie die meisten anderen Versicherer in diesem Bereich Massnahmen ergriffen, um das Kostenwachstum zu bremsen.
Die allgemeinen Kosten sind von 206 auf 210 Millionen Franken gestiegen.
Ausblick bestätigt
Im Ausblick bestätigt die Gruppe ihre Wachstumsperspektiven im Nichtlebengeschäft für 2026. Die Jahres-Schadenbelastung hänge jedoch von den Elementarereignissen der zweiten Jahreshälfte ab, «insbesondere in den üblicherweise stärker gefährdeten Monaten August und September» (wie der Hagelzug in Teilen des Mittellands vor wenigen Tagen eindrücklich gezeigt).
Festgehalten wird auch, dass sich die Integration der Immobiliengesellschaft Procimmo Group per 1. Juli 2026 auf das Ergebnis und das Eigenkapital der Gruppe im zweiten Halbjahr 2026 auswirken werde.
Cédric Moret folgt auf Philippe Hebeisen
Der Generalversammlung 2027 wird Cédric Moret zur Wahl zum Verwaltungsratspräsidenten vorschlagen. Er folgt auf Philippe Hebeisen, der sein Amt nach 7 Jahren als Präsident des Verwaltungsrats und 11 Jahren als CEO der Vaudoise Versicherungen weitergibt.
Moret wirkt seit 2020 als Mitglied des Verwaltungsrats der Vaudoise und ist heute CEO der Elca Group, Executive Chairman der Secutix und Mitglied der Verwaltung des Migros Genossenschafts-Bunds. Frühere Stationen waren u.a. Procter & Gamble und McKinsey.
Die Aktien der Vaudoise Versicherungen sind an der SIX Swiss Exchange kotiert.












