Spar- und Leihkasse Bucheggberg wächst – doch der Geschäftserfolg sinkt
Die Spar- und Leihkasse Bucheggberg (SLB) ist im ersten Halbjahr 2026 weiter gewachsen. Die Bilanzsumme der in Lüterswil im Kanton Solothurn ansässigen Regionalbank erhöhte sich um 1,3 Prozent oder 11 Millionen Franken auf 892,4 Millionen Franken, wie den am Freitag veröffentlichten Zahlen zu entnehmen ist.
Getragen wurde das Wachstum insbesondere vom klassischen Kerngeschäft mit Hypotheken und Kundeneinlagen.
Die Kundenausleihungen stiegen um 10,9 Millionen Franken oder 1,6 Prozent auf 697,8 Millionen Franken. Nach Angaben der Bank blieb die Nachfrage nach Hypothekarfinanzierungen angesichts des tiefen Zinsniveaus rege.
Mehr Kundengelder
Parallel dazu konnte die SLB auch ihre Refinanzierungsbasis ausbauen. Die Kundengelder nahmen um 12 Millionen Franken oder 1,8 Prozent auf 681,4 Millionen Franken zu.
Damit wuchsen die Kundeneinlagen in absoluten Zahlen sogar etwas stärker als die Ausleihungen. Für eine stark im Hypothekargeschäft verankerte Regionalbank ist dies insofern relevant, als Kundeneinlagen eine wichtige Refinanzierungsquelle darstellen.
Auf der Ertragsseite zeigt sich dagegen ein weniger dynamisches Bild.
Zinsengeschäft unter Vorjahr
Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft, der wichtigsten Ertragssäule der Bank, ging um 3,2 Prozent auf 4,7 Millionen Franken zurück.
Die SLB begründet die Entwicklung unter anderem damit, dass sie im Vorjahr noch von der Verzinsung ihrer Liquidität bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) profitiert hatte.
Damit zeigt sich auch bei der SLB ein Effekt des veränderten Zinsumfelds: Während tiefe Zinsen die Nachfrage nach Hypotheken stützen, fällt gleichzeitig ein Teil der Zinserträge weg, die Banken zuvor mit ihrer überschüssigen Liquidität erzielen konnten.
Geschäftserfolg fällt um knapp 9 Prozent
Auch das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft entwickelte sich rückläufig. Mit knapp 757’000 Franken lag der Erfolg in diesem Bereich 4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Es bleibt nach dem Zinsengeschäft die wichtigste der übrigen Ertragsquellen.
Entlastung gab es dagegen auf der Kostenseite. Der Geschäftsaufwand sank um 3,2 Prozent auf 3,2 Millionen Franken. Im Vorjahr fielen beim Personal- und Sachaufwand unter anderem einmalige Ausgaben für das 175-Jahr-Jubiläum der Bank an.
Unter dem Strich resultierte dennoch ein um 8,8 Prozent tieferer Geschäftserfolg von 2,2 Millionen Franken. Der Halbjahresgewinn hielt sich deutlich stabiler und sank lediglich um 1,6 Prozent auf 742’460 Franken.
Bank investiert direkt in Immobilien
Bemerkenswert ist auch ein Schritt ausserhalb des klassischen Bankgeschäfts. Zur Diversifikation ihrer künftigen Erträge hat die SLB zwei bestehende und vollständig vermietete Mehrfamilienhäuser in Grenchen erworben.
Damit baut die Bank einen zusätzlichen Ertragspfeiler über direkt gehaltene Immobilien auf.
Gleichzeitig ist sie selbst als Bauherrin aktiv. Am früheren Bankstandort starteten im Frühjahr die Bauarbeiten für zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht Wohnungen und einer gemeinsamen Einstellhalle.
Ausbau des digitalen Angebots
Auch bei der Digitalisierung hat die Regionalbank investiert. Seit März bietet die SLB ein neues E-Banking und Mobile Banking an.
Kunden können damit unter anderem Börsentransaktionen selbstständig online ausführen. Zudem lässt sich das Bankkonto über die Schweizer Open-Banking-Schnittstelle bLink mit Buchhaltungssoftware verbinden.














