EZB wählt Teilnehmer für Pilotprojekt zum digitalen Euro
Die EZB hat unter den 57 Bewerbern für das Pilotprojekt zum digitalen Euro 36 Teilnehmer ausgewählt. Ziel des Projekts ist es, die Abhängigkeit der Europäischen Union von US-amerikanischen Zahlungsanbietern zu verringern.
Das Pilotprogramm soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 beginnen und zwölf Monate dauern. In dieser Zeit sollen die technische Funktionsfähigkeit und die operativen Abläufe des digitalen Euro getestet werden. Ausserdem sollen dabei Erkenntnisse gesammelt werden, um die Nutzererfahrung weiter zu verbessern, erklärte die EZB am Dienstag.
Die erste Ausgabe des digitalen Euro ist für 2029 geplant – vorausgesetzt, die seit Langem verzögerte Gesetzgebung wird bis Ende dieses Jahres verabschiedet.
Zu den 36 ausgewählten Unternehmen gehören aus Deutschland etwa die Deutsche Bank, DZ Bank und Helaba, aus Italien UniCredit, Monte dei Paschi und Poste Italiane oder die französische Worldline Financial Services. Aber auch Institute wie Revolut (Litauen), SumUp (Irland) und Nexi Payments (Italien) sind darunter.
19 der 21 Euro-Länder nehmen teil
Der Pilotversuch wird bei der EZB sowie in 19 der 21 Zentralbanken der Eurozone durchgeführt. Bulgarien und Malta nehmen nicht daran teil.
«An dem Pilotprojekt werden Mitarbeitende der EZB und der teilnehmenden nationalen Zentralbanken sowie E-Commerce-Händler und Unternehmen beteiligt sein, die alltägliche Dienstleistungen vor Ort anbieten», schreibt die EZB. «Die Mitarbeitenden der teilnehmenden Zentralbanken werden die Möglichkeit haben, Beta-Zahlungen mit dem digitalen Euro sowohl zwischen Privatpersonen als auch von Privatpersonen an Unternehmen durchzuführen.»
Für den Test wird eine Beta-Version des digitalen Euro verwendet. Diese wird funktional und technisch weitgehend dem späteren digitalen Euro entsprechen, jedoch noch nicht den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels besitzen, schreibt die EZB.














