Genfer Privatbank verpasst sich neuen Auftritt und neuen Namen

Die Integration von Reyl in die italienische Grossbank Intesa Sanpaolo erreicht den nächsten Meilenstein. Nach Erhalt der erforderlichen Genehmigungen der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) hat die Bank ihren rechtlichen Namen von REYL Intesa Sanpaolo in Intesa Sanpaolo Wealth Management SA geändert. Dies gab das Institut am Freitag bekannt. 

Am Markt tritt das Institut künftig unter der Marke Intesa Sanpaolo Wealth Management Suisse auf. 

Damit verschwindet der Name Reyl aus dem Markenauftritt der Bank. Der Schritt folgt auf eine mehrjährige Annäherung: 2021 ging Reyl eine strategische Partnerschaft mit Intesa Sanpaolo ein. Im Januar 2026 übernahm die italienische Bankengruppe das Institut schliesslich vollständig. 

Neue Relationship Manager gesucht

Mit der neuen Identität soll es allerdings nicht bei einem Namenswechsel bleiben. Intesa Sanpaolo Wealth Management Suisse will ihr Geschäft weiter ausbauen und das Angebot für die Kunden verbreitern.

Dafür nimmt die Bank insbesondere das Front Office ins Visier. Sie will gezielt erfahrene Relationship Manager rekrutieren, um die Kundenabdeckung zu stärken und die nächste Wachstumsphase voranzutreiben. 

«Diese Veränderung stellt einen wichtigen Schritt in unserer Entwicklung dar. Sie bestätigt unsere Integration in eine führende europäische Bankengruppe, wobei die Schweizer Plattform, die Kundennähe und die professionellen Standards, die unseren Ansatz definieren, beibehalten werden», sagt CEO Riccardo Barbarini

Fast 15 Milliarden Franken verwaltet

Intesa Sanpaolo Wealth Management Suisse verfügt neben dem Hauptsitz in Genf über Standorte in Zürich und Lugano sowie über eine internationale Präsenz in London, Dubai und Argentinien.

Die Gruppe verwaltet knapp 15 Milliarden Franken. Werden Minderheitsbeteiligungen mitgerechnet, sind es mehr als 35 Milliarden Franken. Ende Juni beschäftigte die Gruppe 308 Mitarbeitende. Ihre beiden Geschäftsfelder sind Wealth Management und Asset Services. 

Hinter der Schweizer Bank steht mit Intesa Sanpaolo die grösste Bankengruppe Italiens. Ende Juni 2026 verfügte der Konzern über Kundenfinanzvermögen von mehr als 1,5 Billionen Euro und ein Kreditportfolio von knapp 440 Milliarden Euro.