Leonteq: Gruppe um Financier schnappt sich 30 Prozent – ausserordentliche GV
Was sich seit dem Frühjahr abgezeichnet hat (finews berichtete), ist nun besiegelt. Das Derivateunternehmen Leonteq, das kürzlich mit guten Halbjahreszahlen überraschte (finews berichtete) hat den Wechsel in seiner Aktionärsbasis abgeschlossen, wie das Unternehmen am Montag nachbörslich in einer Ad-hoc-Mitteilung bekanntgab.
Raiffeisen Schweiz trennte sich von ihrem Anteil von 22,7 Prozent und verkaufte diesen an die H21 Macro Limited sowie an vier Privatinvestoren.
Im Zentrum steht Hedgefonds-Pionier und Milliardär Rainer-Marc Frey. Über die H21 Macro Limited hält er neu indirekt 4'313'340 Aktien – das entspricht 23,3 Prozent der ausstehenden Titel. Damit rückt er zum grössten Einzelaktionär der Struki-Boutique auf.
Vom Kern- zum Grossaktionär
Angestossen worden war die Neuordnung von einer Aktionärsgruppe rund um Frey, die zwischenzeitlich auf 30,1 Prozent gekommen war. Nach dem erfolgreichen Vollzug der Transaktion wurde diese Gruppe wieder aufgelöst.
Für Raiffeisen ist der Verkauf kein vollständiger Rückzug. Die Genossenschaftsbank hält weiterhin 1'294'996 Aktien und kommt damit noch auf 7,0 Prozent. Die Kooperation der beiden Häuser im Geschäft mit strukturierten Produkten bleibt bestehen.
Offen ist, wie sich das neue Aktionariat auf die Strategie auswirkt. Erste Antworten dürfte eine ausserordentliche Generalversammlung liefern: Sie ist – virtuell – auf den 21. September 2026 angesetzt. Einladung und Traktanden will Leonteq in Kürze veröffentlichen.















