Bergsturz von Blatten kostet Versicherungen gut 250 Millionen Franken
Der Felssturz von Blatten vom 28. Mai 2025 stellte die betroffene Bevölkerung, die privaten Versicherer und den Elementarschadenpool vor grosse Herausforderungen, heisst es in einer Mitteilung des Versicherungsverbandes vom Dienstag.
Der versicherte Gesamtschaden wird auf rund 255 Millionen Franken geschätzt. Davon entfallen 240 Millionen auf Schäden innerhalb des Elementarschadenpools. Insgesamt hätten 210 Millionen Franken Gebäudeschäden betroffen, 30 Millionen Hausrat und Fahrhabe. Zusätzliche 15 Millionen Franken würden auf versicherte Schäden ausserhalb des Schadenpools entfallen, etwa zu Betriebsunterbruch- und Motorfahrzeugkaskoschäden.
Schnell ausbezahlt
Die Privatversicherer hätten die Betroffenen in Blatten unbürokratisch und rasch unterstützt, schreibt der Versicherungsverband. Bereits vier Monate nach dem Ereignis seien bei Totalschäden über 80 Prozent der Versicherungssummen für Gebäude und Hausrat ausbezahlt worden.
Auch hätten Versicherer, deren Schäden in Blatten im Verhältnis zu ihrem schweizweiten Marktanteil unterdurchschnittlich ausfielen, substanzielle Beiträge geleistet, erläutert der SVV weiter. Diese Mittel seien an besonders betroffene Gesellschaften weitergeleitet worden.
Neben dem Unglück im Wallis musste der Pool im vergangenen Jahr «nur» noch 30 Millionen Franken für andere Schäden übernehmen, davor waren es jeweils mehr als 100 Millionen Franken unter «Rest». Das teuerste Ereignis der vergangenen drei Jahre war der heftige Hagel im Grossraum Locarno im Sommer 2023. Dieser kostete den Pool 365 Millionen Franken, Unwetter und Überschwemmungen im Wallis und im Tessin ein Jahr später brachten versicherte Schäden von 190 Millionen Franken.
















