EFG hält Wort und kauft dazu

Dass die EFG International weiter wachsen will, auch mit Übernahmen, wie die Bank im November bekräftigte. Nun erwirbt sie die Zürcher Quilvest Switzerland (die Privatbank der argentinischen Braudynastie Bemberg), wie einer Mitteilung vom Montag zu entnehmen ist.

Quilvest Switzerland wurde 1932 von der Familie Bemberg gegründet und gehörte bisher zur Luxemburger Holding Bemberg Capital. Die Bank verwaltet Kundenvermögen von insgesamt 5,3 Milliarden Franken, wovon 3,9 Millliarden als Assets under Management und 1,4 Milliarden als Assets under Custody (Verwahrung). Die Privatbank ist auf die Betreuung von sehr vermögenden Privatpersonen (UHNWI) ausgerichtet, die in Lateinamerika (darunter natürlich die Bemberg-Familie), Westeuropa und dem Nahen Osten domiziliert sind.

«Erheblicher Mehrwert»

Die Übernahme soll die Präsenz von EFG sowohl auf ihrem Heimmarkt als auch in den zwei wichtigen Wachstumsregionen Lateinamerika und dem Nahen Osten stärken. Sie stehe voll und ganz im Einklang mit der angekündigten M&A-Strategie und den entsprechenden Kriterien, versichert die Käuferbank. Sie verspricht sich von der Akquisition einen erheblichen Mehrwert, da die Anlageexpertise, das Produktangebot und die Erfahrung von Quilvest Switzerland in der Bedienung der Bedürfnisse von Familien und Unternehmern in verschiedenen Regionen in die Plattform von EFG integriert werden.

Auch das Institut an sich soll in der EFG Bank aufgehen. EFG wird alle Aktien von Quilvest Switzerland in bar erwerben, was die Kernkapitalquote (CET1) um maximal rund 70 Basispunkte reduzieren wird.

Ähnliche Unternehmenskultur und Denken in Generationen

EFG-CEO Giorgio Pradelli kommentiert: «Die Übernahme von Quilvest Switzerland ist ein Beweis für die Fähigkeit von EFG, Partner zu gewinnen, die unsere Unternehmenskultur und unser Engagement für langfristige Wertschöpfung über Generationen hinweg teilen.»

Und Adrien de Boisanger, Executive Chairman von Bemberg Capital und Mitglied des Verwaltungsrats von Quilvest Switzerland ergänzt: «Wir sind zuversichtlich, dass diese Transaktion für alle Beteiligten, insbesondere für Kunden und Mitarbeiter, einen erheblichen Mehrwert schaffen wird, indem sie Zugang zu einem globalen Netzwerk und verbesserten Kundendienstleistungen innerhalb einer Organisation bietet, welche die Werte und die unternehmerische Denkweise der Familie Bemberg teilt.» Bemberg Capital will sich dank diesen Schritt noch mehr dem Kerngeschäft von Private-Markets-Anlagen durch Quilvest Capital Partners widmen.