EFG: Der Appetit kommt mit dem Essen

EFG International hat in den ersten zehn Monaten 2025 einen Gewinn von rund 320 Millionen Franken erzielt. In der Vorjahresperiode waren es noch 260 Millionen, wobei die Bank dieses Jahr von einem Sondereffekt profitierte (angekündigte Versicherungszahlungen von 45 Millionen Franken). Zudem hat EFG die Strategie 2028 publiziert, die am heutigen Investorentag präsentiert wird. Die Namenaktien von EFG werden an der SIX gehandelt.

Die verwalteten Vermögen erreichten Ende Oktober 183,7 Milliarden Franken, ein deutliches Plus gegenüber den 162,3 Milliarden Ende Juni. Dafür waren Nettozuflüsse (9,3 Milliarden) sowie die erstmalige Konsolidierung der übernommenen Cité Gestion und der Investment Services Group (ISG) verantwortlich.

71 neue Kundenberater

Die Cost-Income-Ratio (Verhältnis von Aufwand und Ertrag) betrug für die ersten zehn Monate 69 Prozent. Im Geschäftsjahr 2024 hatte die Kennzahl 72,9 Prozent erreicht, im ersten Halbjahr 2025 66,7 Prozent. EFG stellte 71 neue Kundenberater ein (ohne die beiden erwähnten Akquisitionen).

EFG-CEO Giorgio Pradellis Kommentar: «In den ersten zehn Monaten des Jahres haben wir erneut einen Rekordgewinn erzielt und unsere starke Geschäftsdynamik in der zweiten Jahreshälfte 2025 beibehalten. Unser starkes organisches Wachstum wurde durch die strategischen Akquisitionen von Cité Gestion und ISG ergänzt, die unser verwaltetes Vermögen um mehr als 10 Milliarden Franken erhöht haben. Wir gehen aus einer Position der Stärke in den neuen Strategiezyklus 2026–2028.»

Gewinnwachstum von 15 Prozent

Gemäss dem Strategieplan 2026–2028 strebt EFG weiterhin ein zweistelliges Gewinnwachstum von rund 15 Prozent jährlich an. Die Bank will kräftig organisch wachsen, wird aber Optionen für Übernahmen nutzen und dabei ihr überschüssiges Kapital und die Kapitalerwirtschaftung nutzen. Sie setzt sich dazu für 2028 einen Kranz von Finanzzielen.

Pradelli: «In den letzten sieben Jahren haben wir ein starkes Wachstum erzielt und dieses Wachstum in Rentabilität umgesetzt, wodurch wir unseren Aktionären attraktive Erträge bescheren konnten.  Wir werden uns nach wie vor darauf konzentrieren, operative Hebelwirkungen zu erzielen und unseren Aktionären ein kontinuierliches Gewinnwachstum zu bieten. Gleichzeitig suchen wir weiterhin nach neuen Möglichkeiten, um durch gezielte Fusionen und Übernahmen in Märkten, in denen wir bereits tätig sind, weiter zu wachsen.»