HSBC verdient mehr als erwartet und erhöht Sparziel
HSBC wies laut Mitteilung für die ersten sechs Monate des Jahres einen Vorsteuergewinn von 19,5 Milliarden Dollar aus, verglichen mit 15,8 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Damit lag das Ergebnis über den von HSBC zusammengestellten durchschnittlichen Analystenschätzungen von 18,9 Milliarden Dollar. Die Bank führt das Gewinnwachstum auf höhere Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft und gestiegene Gebühren- und sonstige Erträge, insbesondere in den Bereichen Wealth und Wholesale Transaction Banking, sowie auf einen positiven Nettoeffekt aus Sondereinflüssen zurück.
Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 16 Prozent, begünstigt durch einen einmaligen Gewinn aus Sondereinflüssen in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar, der auch Restrukturierungskosten von 200 Millionen Dollar berücksichtigte.
Wiederaufnahme von Aktienrückkäufen
HSBC kündigte die Wiederaufnahme ihres Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von bis zu 1 Milliarden Dollar an. Es ist das erste Programm dieser Art seit der Privatisierung der Hongkonger Tochtergesellschaft Hang Seng Bank.
Zuletzt hatte die Bank in Hongkong die Komplettübernahme der dortigen Tochter für 14 Milliarden Dollar angekündigt. Deswegen kaufte die HSBC in den vergangenen Monaten keine eigenen Aktien zurück. Jetzt fühlt sich die Bank wieder mit genügend Kapital ausgestattet, um eigene Anteile vom Markt zu nehmen.
Grosser Umbau, höhere Prognose
HSBC-CEO Georges Elhedery geht laut Mitteilung davon aus, dass die jährlichen Kosten wegen des Sparkurses um 2 Milliarden Dollar sinken werden. Bisher hatte er mit 1,5 Milliarden Dollar gerechnet. Seit seinem Antritt an der HSBC-Spitze im Jahr 2024 hat Elhedery einen radikalen Umbau der Bank eingeleitet. Er strich Tausende Jobs und stiess mehrere Geschäftsbereiche ab oder machte sie dicht. So verkaufte die Bank beispielsweise ihre Versicherungssparte in Singapur, das ägyptische Privatkundengeschäft sowie das australische Hypothekengeschäft.
HSBC erhöhte zudem die Prognose für den Nettozinsertrag. Man rechne nun damit, «mehr als 46 Milliarden Dollar» zu erreichen, nachdem zuvor erwartet worden war, dieses Niveau zu erzielen.














