Berner Kantonalbank legt beim Gewinn deutlich zu

Der Reingewinn legte gegenüber der Vorjahresperiode um 8,3 Prozent auf 82,6 Millionen Franken zu, wie die Berner Kantonalbank (BEKB) am Mittwoch mitteilte.

Noch stärker verbesserte sich der Geschäftserfolg: Dieser erhöhte sich um 12,3 Prozent auf 127,8 Millionen Franken. 

Hypotheken wachsen kräftig

Im Kundengeschäft setzte die BEKB ihren Wachstumskurs fort. Die Kundenausleihungen nahmen seit Ende 2025 um 2,6 Prozent auf 32,8 Milliarden Franken zu. Die Hypothekarforderungen stiegen um 3,2 Prozent auf 31,1 Milliarden Franken. Gleichzeitig erhöhten sich die Kundeneinlagen um 2,4 Prozent auf 28,8 Milliarden Franken.

Auch im Anlagegeschäft ging es vorwärts. Die verwalteten Vermögen stiegen gegenüber Ende 2025 um 4,8 Prozent auf 47,5 Milliarden Franken. Die darin enthaltenen Depotvermögen wuchsen um 6,5 Prozent auf 24,5 Milliarden Franken.

Kommissionsgeschäft gleicht Zinsschwäche aus

Deutlich bemerkbar macht sich allerdings das anspruchsvolle Zinsumfeld. Der Brutto-Zinserfolg sank gegenüber dem Vorjahressemester um 1,7 Prozent auf 191,8 Millionen Franken. Beim Netto-Zinserfolg fiel der Rückgang mit 4,2 Prozent auf 183,3 Millionen Franken noch stärker aus.

Dafür lieferte das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erneut kräftigen Rückenwind. Der Ertrag erhöhte sich um 11,9 Prozent auf 70,1 Millionen Franken. Insgesamt stieg der Geschäftsertrag um 5,1 Prozent auf 291,2 Millionen Franken.

Bessere Cost-Income-Ratio

Der Geschäftsaufwand nahm vergleichsweise moderat um 2,0 Prozent auf 142,9 Millionen Franken zu. Entsprechend verbesserte sich die Cost-Income-Ratio von 50,6 auf 49,1 Prozent.

«Das Kundenvertrauen ist und bleibt die wichtigste Grundlage unseres Erfolgs. Dass wir in wichtigen Geschäftsfeldern stark wachsen und Marktanteile gewinnen, ist ein klarer Vertrauensbeweis unserer Kundinnen und Kunden», lässt sich CEO Armin Brun zitieren.

Für das Gesamtjahr zeigt sich die Kantonalbank zuversichtlich. Dank ihrer finanziellen Basis, der Ertragskraft und des diversifizierten Geschäftsmodells erwartet sie weiterhin eine «erfreuliche Geschäftsentwicklung». Die Gesamtkapitalquote lag per Ende Juni bei 20,1 Prozent nach 20,4 Prozent Ende 2025.