Raiffeisen: Der neue CEO baut die Geschäftsleitung um
Parallel zu ihrem Halbjahresabschluss und den darin angekündigten Sparmassnahmen hat Raiffeisen Schweiz auch organisatorische Veränderungen bekanntgegeben. Ziel der Neuaufstellung gemäss Communiqué ist es, «die Kundenorientierung zu erhöhen, umsetzungsstärker zu werden und die Raiffeisenbanken noch wirksamer zu unterstützen».
Per 1. Oktober 2026 organisiert sich Raiffeisen Schweiz neu in die sechs Departemente Privatkunden, Firmenkunden & Handel, Produkte & Solutions, Finanzen & Bankenbetreuung, IT sowie Risiko & Compliance (bereits bisher hatte Raiffeisen sechs Einheiten, mit teilweise ähnlichen Bezeichnungen). Mit zwei vertriebsorientierten Einheiten – Privatkunden sowie Firmenkunden & Handel – und einer auf Produktentwicklung fokussierten Einheit – Produkte & Solutions – soll die Beratungs- und Servicequalität gegenüber den Raiffeisenbanken gestärkt werden.
Einmal intern und einmal extern
Die Geschäftsleitungsfunktionen für die zwei Departemente Privatkunden sowie Firmenkunden & Handel werden neu besetzt.
Philipp Ackermann, seit Ende September 2025 interimistischer Leiter des Departements Firmenkunden, Treasury & Markets, übernimmt das Departement Firmenkunden & Handel. Er ist seit 2015 bei Raiffeisen tätig, zuletzt als Leiter Treasury. Frühere Stationen waren die Coutts Bank, Clariden Leu und die UBS. Ackermann verfüge über rund 40 Jahre Erfahrung in den Bereichen Treasury, Trading und Finance.
Die Führung des Departements Privatkunden übernimmt per 1. November 2026 Patrick Lehner. Seit November 2023 ist er Partner bei der Boston Consulting Group. Er war zuvor in unterschiedlichen Führungsfunktionen bei der Credit Suisse und der UBS tätig.
Zwei gewichtige Abgänge
Raiffeisen-Chef Gabriel Brenna, seit Dezember 2025 im Amt, kommentiert die beiden Ernennungen wie folgt: «Mit ihren ausgewiesenen Kompetenzen stärken wir unsere Umsetzungskraft und schaffen die Voraussetzungen, um unsere Wachstumsziele voranzutreiben. Mit dieser Weiterentwicklung der Organisation ist Raiffeisen Schweiz bestens aufgestellt, Chancen gezielt zu nutzen, Wachstum und Innovation zu fördern und die Raiffeisenbanken sowie Kundinnen und Kunden auch künftig bestmöglich zu unterstützen.»
Im Zuge der organisatorischen Anpassungen werden die beiden bisherigen Geschäftsleitungsmitglieder Roland Altwegg (seit 2007 bei Raiffeisen) und Helen Fricker (seit 2011 bei Raiffeisen, die einzige Frau in der Geschäftsleitung) im Laufe des Septembers Raiffeisen verlassen.













