AMAS begrüsst Berne Financial Services Agreement als richtungsweisend
Die Asset Management Association Switzerland (AMAS) begrüsst das Berne Financial Services Agreement (BFSA), das Anfang Jahr in Kraft getreten ist und den gegenseitigen Marktzutritt zwischen der Schweiz und Grossbritannien in der Vermögensverwaltung regelt.
Der internationale Marktzugang gehöre zu den zentralen strategischen Prioritäten der Schweizer Asset-Management-Branche, schreibt die AMAS in ihrer Mitteilung vom Montag. «Vor diesem Hintergrund ist das BFSA ein bedeutender und richtungsweisender Schritt. Es verankert erstmals eine seit Jahren etablierte Praxis zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich auf einer klaren gesetzlichen Grundlage und schafft damit dringend benötigte Rechtssicherheit für grenzüberschreitende Tätigkeiten im Asset Management.»
«Wichtiges Signal an die Märkte und die Politik»
AMAS-CEO Adrian Schatzmann kommentiert: «Das BFSA zeigt, dass die Schweiz in der Lage ist, pragmatische und zugleich qualitativ hochstehende Lösungen für den internationalen Marktzugang zu verhandeln. Für die Asset-Management-Branche ist dieses Abkommen ein wichtiges Signal – sowohl an die Märkte als auch an die Politik.» Schatzmann plädiert ausserdem dafür, den Ansatz weiterzuverfolgen und gezielt auszubauen.
Für das Asset Management eröffne das Abkommen Perspektiven, um den Marktzugang schrittweise zu vertiefen und an die Bedürfnisse professioneller Kunden anzupassen. Die AMAS arbeite dabei eng mit der britischen The Investment Association zusammen.
Ungewohnt explizite Verdankung der Arbeit der Bundesverwaltung
In der Umsetzungsphase will die AMAS gemeinsam mit ihren Mitgliedern die praktische Anwendung des Abkommens begleiten und prüfen, wo es Anpassungen oder Weiterentwicklungen braucht. «Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen im Laufe des Jahres in den Dialog mit der Bundesverwaltung einfliessen.»
Der Verband nutzt die Gelegenheit auch dazu, ebendieser Bundesverwaltung «für die substanzielle und langfristig ausgerichtete Arbeit an diesem Dossier» ausdrücklich zu danken. Das ist im doch nicht ganz spannungsfreien Verhältnis zwischen Bundesbern und den Interessenverbänden des Finanzplatzes alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Ob die AMAS zu Jahresbeginn den Vorsatz gefasst hat, mehr die Gemeinsamkeiten statt die Unterschiede zu den Behörden hervorzuheben?
Im vergangenen Dezember hatte bereits August Benz von der Schweizerischen Bankiervereinigung in einem Interview mit finews.ch das BFSA in den höchsten Tönen gelobt.















