Preise für Eigentumswohnungen ziehen weiter an

Die Nachfrage nach Wohneigentum in der Schweiz bleibt gross. Laut dem von ImmoScout24 und IAZI berechneten Kaufindex stiegen die inserierten Preise für Eigentumswohnungen im Juni um durchschnittlich 0,7 Prozent. Bei Einfamilienhäusern betrug das Plus lediglich 0,1 Prozent.

Das tiefe Zinsniveau treibe die Nachfrage. «Nachdem die Schweizerische Nationalbank ihren Leitzins im vergangenen Jahr schrittweise auf null Prozent gesenkt hat, sind insbesondere SARON-Hypotheken deutlich günstiger geworden», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group. «Und auch die Zinssätze für langfristige Festhypotheken liegen unter dem Vorjahresniveau». Für diejenigen, welche die hohen Anforderungen an Eigenmittel und Tragbarkeit erfüllen, liegen die laufenden Wohnkosten häufig unter jenen einer vergleichbaren Mietwohnung.

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(Grafik: Immoscout24/IAZI)

Regional sind sowohl spürbare Preisaufschläge als auch rückläufige Angebotspreise zu beobachten, schreiben die Experten. Bei Eigentumswohnungen zogen die ausgeschriebenen Preise in der Grossregion Zürich mit +2,3 Prozent deutlich an. Ebenfalls höhere Preiserwartungen gab es in der Zentralschweiz (+1,7 Prozent), der Nordwestschweiz (+1,5 Prozent), Tessin (+1,1 Prozent) sowie in der Genferseeregion (+0,4 Prozent). Rückgänge zeigten sich hingegen in der Ostschweiz (-0,6 Prozent) und im Mittelland (-0,5 Prozent).

Bei Einfamilienhäusern sanken die Angebotspreise in der Zentralschweiz um 3,2 Prozent deutlich. Damit setze sich die im Frühjahr begonnene Preiskorrektur in dieser Region fort, heisst es weiter. Auch im Mittelland (-1,3 Prozent) und in der Nordwestschweiz (-0,7 Prozent) wurden Einfamilienhäuser günstiger ausgeschrieben als im Vormonat. Demgegenüber blieben die Preisvorstellungen im Tessin stabil. In der Ostschweiz stiegen die Angebotspreise um 2,1 Prozent, in der Grossregion Zürich um 1,4 Prozent und in der Genferseeregion um 0,7 Prozent.