PSP Swiss Property verdient mit Verkauf

Der Reingewinn stieg laut Mitteilung vom Dienstag gegenüber der Vorjahresperiode um 21,7 Prozent auf 236,5 Millionen Franken. Der Gewinn ohne Liegenschaftserfolge erhöhte sich um gut 40 Prozent auf 149,7 Millionen Franken.

Der Betriebsgewinn EBITDA ohne Liegenschaftserfolge legte um 26 Prozent auf 187,4 Millionen Franken zu. Wesentlicher Treiber war der Verkauf des Entwicklungsprojekts «Richtipark» in Wallisellen. Daraus resultierte ein Verkaufserfolg von 39,7 Millionen Franken.

Richtipark bringt bis zu 175 Millionen

PSP verkaufte den Richtipark im zweiten Quartal für 150 Millionen Franken. Zusätzlich wurden erfolgsabhängige Earn-out-Zahlungen von bis zu 24,75 Millionen Franken vereinbart. Der Richtipark besteht aus vier Parzellen und fünf Geschäftshäusern mit einer Grundstücksfläche von rund 27'000 Quadratmetern. Auf dem Areal sollen Wohnungen geschaffen werden. Die Liegenschaft wurde Ende Juni an die La Foncière Urban Development S.A. verkauft. 

Parallel dazu war PSP auch auf der Käuferseite aktiv: In Zürich erwarb die Gesellschaft die Liegenschaft Schützengasse 1 / Beatengasse 4 für 75 Millionen Franken. Der Kaufpreis kann sich aufgrund einer Earn-out-Vereinbarung um weitere 5 Millionen Franken erhöhen.

Der Liegenschaftsertrag blieb mit 174,0 Millionen Franken praktisch unverändert. Auf vergleichbarer Basis legte er um 0,7 Prozent zu. Die Neubewertungen des Portfolios brachten einen positiven Effekt von 111,9 Millionen Franken, sie waren damit leicht tiefer als im Vorjahr.

Moody’s hebt Rating an

Auch auf der Finanzierungsseite gab es Neuigkeiten. Moody’s Ratings erhöhte Ende Juli das langfristige Emittentenrating von PSP Swiss Property von A3 auf A2. Der Ausblick lautet stabil. Die Finanzierungskosten bleiben derweil tief. Der durchschnittliche Fremdkapitalkostensatz lag Ende Juni bei 1,05 Prozent. PSP verfügte zudem über ungenutzte zugesicherte Kreditlinien von 865 Millionen Franken.

Leerstand steigt vorübergehend

Der Wert des Immobilienportfolios erhöhte sich per Ende Juni auf 10,2 Milliarden Franken nach 10,1 Milliarden Ende 2025. Die Leerstandsquote stieg allerdings von 3,5 auf 4,0 Prozent.

PSP bezeichnet den Anstieg als vorübergehend. Hauptgrund sei die Überführung des fertiggestellten Entwicklungsprojekts «Hôtel des Postes» in Lausanne ins Anlageportfolio. Für Ende 2026 rechnet das Unternehmen weiterhin mit einer Leerstandsquote von 3,5 Prozent.

Prognose bestätigt

Auch die Ende Juni nach dem Richtipark-Verkauf angehobene Gewinnprognose bleibt bestehen. PSP erwartet für 2026 weiterhin ein EBITDA ohne Liegenschaftserfolge von 335 Millionen Franken. Zuvor hatte die Guidance bei 310 Millionen Franken gelegen.

Für den Schweizer Immobilienmarkt zeigt sich das Management zuversichtlich. Die Nachfrage nach hochwertigen Büro- und Geschäftsflächen an zentralen Standorten dürfte robust bleiben. Bei Akquisitionen will PSP allerdings selektiv vorgehen, da das Angebot an Objekten, welche die eigenen Qualitätsanforderungen erfüllen, begrenzt sei.

Das Unternehmen bekräftigte zudem seine bisherige Dividendenpolitik.