Swiss Life baut Fee-Geschäft weiter aus und kauft in Deutschland zu

Der Vorsorge- und Versicherungskonzern Swiss Life steigerte laut den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen im ersten Quartal sowohl das Prämienvolumen als auch die Fee-Erträge und bleibt nach eigenen Angaben im Rahmen des Unternehmensprogramms «Swiss Life 2027» auf Kurs.

Die Fee-Erträge stiegen in den ersten drei Monaten 2026 um 6 Prozent in lokaler Währung auf 686 Millionen Franken. Das Prämienvolumen erhöhte sich um 5 Prozent auf 8,2 Milliarden Franken. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft Asset Management, mit eigenen Beraterkanälen sowie Dienstleistungen und Produkten für Drittanbieter.

«Wir haben im ersten Quartal 2026 ein erfreuliches Wachstum des Geschäftsvolumens erzielt und sowohl das Fee- als auch das Versicherungsgeschäft weiter ausgebaut», sagte Group-CEO Matthias Aellig. Besonders erfreulich sei, dass das Fee-Geschäft in allen Divisionen gesteigert werden konnte.

Wachstumstreiber bleibt die Schweiz

Im Heimmarkt Schweiz legte Swiss Life besonders deutlich zu. Die Prämieneinnahmen stiegen um 10 Prozent auf knapp 5 Milliarden Franken. Die Fee-Erträge erhöhten sich um 2 Prozent auf 93 Millionen Franken.

In Frankreich gingen die Prämieneinnahmen zwar leicht zurück, allerdings baute Swiss Life dort das margenstärkere fondsgebundene Geschäft weiter aus. Der Anteil der anteilgebundenen Lösungen im Lebengeschäft stieg von 65 auf 73 Prozent. Die Fee-Erträge erhöhten sich in Frankreich um 8 Prozent.

Auch in Deutschland setzte sich das Wachstum fort. Dort stiegen die Prämieneinnahmen um 3 Prozent, während die Fee-Erträge um 5 Prozent auf 238 Millionen Euro zulegten.

Asset Management wächst trotz tieferer Zuflüsse

Swiss Life Asset Managers steigerte die Gesamterträge im ersten Quartal um 12 Prozent auf 261 Millionen Franken. Das TPAM-Geschäft mit Drittkundenvermögen trug dazu 171 Millionen Franken bei. Die verwalteten Vermögen erhöhten sich auf 148 Milliarden Franken.

Die Nettoneugeldzuflüsse gingen allerdings auf 4,2 Milliarden Franken zurück, nachdem im Vorjahr noch außergewöhnlich hohe 9,3 Milliarden Franken erreicht worden waren.

Rückläufig entwickelten sich hingegen die direkten Anlageerträge. Diese sanken von 1,08 Milliarden auf 942 Millionen Franken. Swiss Life begründete dies mit tieferen Erträgen aus Infrastruktur- und Aktienanlagen sowie negativen Währungseffekten.

Die SST-Quote lag per Ende März bei rund 210 Prozent und damit weiterhin deutlich über der strategischen Zielspanne von 140 bis 190 Prozent. Auch das laufende Aktienrückkaufprogramm über 750 Millionen Franken verlaufe planmässig.

Marktposition in Deutschland gestärkt

Parallel zum operativen Wachstum baut Swiss Life ihre Beratungsplattform in Deutschland weiter aus. Swiss Life Deutschland übernimmt die Telis Gruppe mit rund 1'800 zertifizierten Beraterinnen und Beratern.

Mit der Akquisition wächst das deutsche Beratungsnetz auf rund 8000 Beraterinnen und Berater. Die jährlichen Fee-Erträge sollen inklusive Telis künftig über 1 Milliarde Euro betragen.

«Wir sind der festen Überzeugung, dass qualifizierte und digital bestmöglich unterstützte persönliche Finanzberatung für unsere Zielgruppen unerlässlich und damit ein Wachstumsmarkt bleibt», sagte Dirk von der Crone. Die Marken und die vertriebliche Eigenständigkeit der Telis Gruppe sollen erhalten bleiben.

Das Closing der Transaktion wird nach den regulatorischen Genehmigungen im dritten Quartal 2026 erwartet.