Rechtsstreit um Radiant World könnte Zurich und Allianz treffen
Zurich und Allianz haben Policen zu Warenversicherungen abgeschlossen, die Verluste aus Transaktionen im Zusammenhang mit dem in Schwierigkeiten geratenen Eisenerz-Händler Radiant World abdecken. Das berichtet die «Financial Times» am Freitag unter Berufung auf Kreise.
Der Zusammenbruch von Radiant, der sich gegen Klagen von Gläubigern in Grossbritannien und Singapur wegen angeblich gefälschter Unterlagen zur Untermauerung seiner Handelsgeschäfte wehrt, könnte damit zu einer Belastung für die Versicherungen werden.
Radiant und sein Gründer, Pinkesh Nahar, bestreiten jegliches Fehlverhalten.
Versicherung gegen Zahlungsausfälle
Zurich hatte Radiant demnach gegen Zahlungsausfälle mehrerer Handelspartner versichert, darunter laut Kreisen auch den Rohstoffhandelsriesen Glencore. Eine der Policen habe eine Deckungssumme im zweistelligen Millionenbereich in Dollar gehabt.
Der Rohstoffkonzern mit Sitz in Baar war einer der grössten Handelspartner von Radiant und sah sich einer Klageandrohung durch den in Singapur ansässigen Eisenerz-Händler ausgesetzt, der behauptete, ihre Beziehung gehe über die einer blossen Gegenpartei hinaus, und den anglo-schweizerischen Rohstoffkonzern als «führenden Partner in der Geschäftsbeziehung» bezeichnete.
Glencore hat diese Behauptungen als «unbegründet» bezeichnet.
Kein wesentliches Risiko
Allianz Trade, eine Tochtergesellschaft des grossen deutschen Versicherers, die sich auf Warenkreditversicherungen spezialisiert hat, hatte Radiant ebenfalls gegen Zahlungsausfälle versichert, wobei ihr Gesamtrisiko laut mit der Police vertrauten Personen geringer sei als das von Zurich.
Zurich erklärte in einer Stellungnahme, dass das Unternehmen «kein wesentliches Risiko gegenüber Radiant World» habe. Allianz Trade und Radiant lehnten eine Stellungnahme gegenüber der Zeitung ab.














