Statt ihren Property-Funds für Wealth-Management-Kunden nach einem Jahr wieder zu öffnen, will ihn die UBS schleichend liquidieren.

Ein Signal für eine Rückkehr des Kundenvertrauens ist das kaum: Vor genau einem Jahr schloss die UBS einen rund 6 Milliarden Dollar schweren Immobilienfonds, den sie für ihre Wealth-Management-Kunden geschaffen hatte, weil zuviele Rücknahmen getätigt wurden.

Die Massnahme «zum Schutz der verbleibenden Anleger» sei auf ein Jahr begrenzt, behauptete die UBS damals (mehr dazu finden Sie auch hier).

Nun meldet die Bank, dass der besagte «UBS Wealth Management – Global Property Fund» (GPF) alle Anlagen verkaufen wird: «Mittlerweile hat die Anzahl der pendenten Rücknahmen durch den GPF stark zugenommen», steht in einem UBS-Schreiben, das finews.ch vorliegt. Zum Run der ausstiegswilligen Kunden kam die weitere Verschlechterung der Märkte hinzu.

Deshalb hat die Bank nun eine «Asset-Sales-Programm» genannte Liquidierung begonnen. «Dies bedeutet den Verkauf aller Anlagen des GPF im Rahmen eines angemessenen Zeitfensters sowie die Rückzahlung des Verkaufserlöses in gestaffelten Teilbeträgen.»

Konkret werden die Kunden nun gezwungen, ihre Anlagen bis zu fünf Jahre und länger im Fonds zu halten. «Wir gehen davon aus, dass der grösste Teil des GPF-Porfolios in den nächsten drei bis fünf Jahren verkauft wird», schreibt die UBS. Die Terminierung des «Asset Sales»-Programms hänge jedoch von den Marktbedingungen ab «und kann jederzeit ändern».

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