BCV punktet mit starkem Neugeldzufluss

Die Erträge der Banque Cantonale Vaudoise (BCV) mit Sitz in Lausanne sind gegenüber der Vorjahresperiode um 2 Prozent auf 593 Millionen Franken gestiegen, wie die Waadtländer Kantonalbank am Donnerstag mitteilt. Der Reingewinn hat um 5 Prozent auf 225 Millionen Franken zugenommen. Das operative Ergebnis ist ebenfalls um 5 Prozent auf 263 Millionen Franken gestiegen.

Zinsgeschäft stagniert

Im Zinsgeschäft machten sich die tieferen Zinsen bemerkbar. Der Nettoerfolg aus dem Zinsgeschäft ist mit 268 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Das höhere Kreditvolumen hat die Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds kompensiert.

Stärker entwickelte sich das Kommissionsgeschäft. Die entsprechenden Erträge sind um 5 Prozent auf 206 Millionen Franken gestiegen. Die BCV-Gruppe hat dabei von der Entwicklung an den Finanzmärkten profitiert.

Auch das Handelsgeschäft legte zu. Die Erträge sind um 3 Prozent auf 102 Millionen Franken gestiegen, unter anderem aufgrund einer höheren Geschäftstätigkeit bei strukturierten Produkten. Der übrige ordentliche Erfolg hat mit 17 Millionen Franken praktisch auf Vorjahresniveau gelegen.

Kosten steigen moderat

Der Geschäftsaufwand ist um 2 Prozent auf 287 Millionen Franken gestiegen. Dabei haben die Personalkosten um 1 Prozent auf 201 Millionen Franken und der übrige Geschäftsaufwand um 3 Prozent auf 87 Millionen Franken zugenommen. Die Abschreibungen sind dagegen um 5 Prozent auf 40 Millionen Franken gesunken.

Die Eigenkapitalrendite (ROE) hat sich auf 11,3 Prozent belaufen.

Hypotheken und Kundengelder wachsen

Auch die Bilanz der BCV ist im ersten Halbjahr gewachsen. Die Bilanzsumme habe per Ende Juni 63,3 Milliarden Franken erreicht. Das seien 1,7 Milliarden Franken oder 3 Prozent mehr als Ende 2025.

Das Hypothekarvolumen sei in den ersten sechs Monaten um 755 Millionen Franken beziehungsweise 2 Prozent auf 36,3 Milliarden Franken gestiegen. Die übrigen Kredite hätten um 3 Prozent auf 6,6 Milliarden Franken zugenommen. Auf der Passivseite seien die Kundeneinlagen um 3 Prozent auf 39,4 Milliarden Franken gewachsen.

2,4 Milliarden Franken Neugeld

Deutlich höher lagen auch die verwalteten Vermögen. Diese sind um 7,7 Milliarden Franken oder 6 Prozent auf 141,8 Milliarden Franken gestiegen. Davon entfielen 5,3 Milliarden Franken auf die Anlageperformance.

Die Netto-Neugeldzuflüsse haben 2,4 Milliarden Franken betragen. Das Neugeld stammt sowohl von Privatkunden als auch aus der privaten und institutionellen Vermögensverwaltung.

379 Millionen Franken für die Aktionäre

Im Mai hatte die Waadtländer Kantonalbank ihren Aktionären eine Dividende von 4,40 Franken je Aktie ausbezahlt. Insgesamt seien damit 379 Millionen Franken ausgeschüttet worden.

Die Kapitalausstattung blieb auf hohem Niveau. Die CET1-Quote habe 17,6 Prozent betragen, die Eigenmittel beliefen sich auf 3,8 Milliarden Franken. Standard & Poor's bestätigte das Rating der Bank mit «AA» und stabilem Ausblick, Moody's mit «Aa2» und ebenfalls stabilem Ausblick.