Bankpersonalverband fordert 2,5 Prozent Gehaltsaufschlag

Der Schweizerische Bankpersonalverband (SBPV) geht mit der Forderung einer Erhöhung der Lohnsumme um nachweislich 2,5 Prozent in die Lohnverhandlungen im Herbst 2026. Bankmitarbeitende mit einem Jahreslohn bis 120'000 Franken sollen jährlich mindestens 2’000 Franken mehr erhalten, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

Begründet wird die Forderung damit, dass die Kaufkrafteinbussen aus den Jahren 2022 und 2023 mit einer erhöhten Teuerung nur zum Teil ausgeglichen wurden. Zudem seien die gestiegenen Krankenkassenprämien in den Inflationszahlen nicht enthalten.

Höhere Produktivität honorieren

Mit der Forderung nach Gehaltssteigerungen soll die Kaufkraft der Angestellten erhalten werden und sie sollen angemessen am Erfolg der Banken teilhaben. Zudem müsse damit die höhere Produktivität honoriert werden. Neue digitale Technologien, darunter künstliche Intelligenz, würden den Banken helfen, produktiver zu arbeiten. Gleichzeitig bauten und bauen etliche Finanzinstitute Personal ab, um Kosten zu senken, heisst es weiter.

Die Forderungen sei nach Rücksprache mit den gewählten Personalvertretungen beschlossen worden. Diese verhandeln in den Banken mit den Arbeitgebenden über die Löhne. Der SBPV empfiehlt ihnen, Forderungen in dieser Grössenordnung zu stellen und dabei die wirtschaftliche Lage und die Besonderheiten ihrer Bank zu berücksichtigen.

Dabei sollen die Banken offenlegen, nach welchen Kriterien sie die zusätzlichen Lohnmittel verteilen. Mitarbeitende und Personalvertretungen müssten nachvollziehen können, wer aus welchen Gründen eine Lohnerhöhung erhält, heisst es weiter. Zudem sollen die Banken ihre Lohnbänder überprüfen und bei Bedarf anheben.

Gute Ergebnisse müssen auch Mitarbeitenden zugutekommen

Die vorliegenden Halbjahresergebnisse 2026 hätten gezeigt, dass die meisten Banken die bereits guten Ergebnisse des Vorjahres nochmals übertroffen haben.
Das gelte über die verschiedenen Bankentypen hinweg, von Raiffeisen über Kantonal- und Regionalbanken bis zu Privatbanken. Die Grossbank UBS erzielt ebenfalls Quartal für Quartal hohe Gewinne.