Der Mann, der neuer Fed-Chef werden soll
US-Präsident Donald Trump hat den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell auf seinem Social-Media-Kanal vorgeschlagen.
Die Entscheidung war mit Spannung erwartet worden. Im Vorfeld hatte Trump mehrfach betont, dass er einen Kandidaten wählen würde, der für niedrigere Zinsen eintreten werde. Mit Jerome Powell, den er gerne als «Too-Late-Powell» tituliert, liegt er bereits seit einiger Zeit über Kreuz. Laut Trump sind die Leitzinsen in den USA viel zu hoch.
Warsh hatte im vergangenen Jahr in einem Interview an einem der Grundpfeiler der US-Geldpolitik gerüttelt. Er plädierte dafür, die seit 1951 gültige strikte Trennung zwischen dem Schuldenmanagement des Bundes und der Geldpolitik der Notenbank aufzuweichen.
Bereit von 2006 bis 2011 Mitglied des Notenbank-Boards
Der US-Senat muss Trumps Kandidaten als künftigen Leiter der Federal Reserve bestätigen.
Mit Warsh wird ein ausgewiesener Finanzexperte an die Spitze der Federal Reserve stehen. Er sass bereits von 2006 bis 2011 im Board der US-Notenbank. Derzeit ist er an der US-Eliteuniversität Stanford tätig.
Warsh stammt aus Albany im Bundesstaat New York. Er hat an der Stanford University Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften und Statistik studiert, sowie anschliessend Jura an der Harvard Law School.
Der Ökonom und Jurist arbeitete unter anderem für Morgan Stanley und später auch im wirtschaftlichen Beratergremium von Präsident George W. Bush, bevor er zur Fed wechselte.














