Swiss Banking Outlook rechnet mit stabiler Entwicklung
Die Umfrage der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBvG) zeichnet ein Bild, in dem die aktuelle Entwicklung in groben Zügen in die Zukunft fortgeschrieben wird. Die Banken-Expertinnen und Experten rechnen für das laufende und das kommende Jahr mit einer moderat positiven Konjunkturentwicklung zusammen mit einer tiefen Inflation, bei leicht steigender Arbeitslosigkeit. Zudem wird bis Ende Jahr weiter mit einer Null-Zins-Politik der SNB gerechnet.
Die schriftliche Befragung der Chefökonominnen oder Chefökonomen, Chief Investment Officer oder leitenden Anlageexpertinnen und -experten der Mitgliedsinstitute fand bereits im Februar statt. Damit hatten die Gefahren für die Weltwirtschaft durch den Angriff der USA und Israels auf den Iran noch keinen Einfluss auf die Antworten.
Das für die Schweiz erwartete BIP-Wachstum wird demnach für das laufende Jahr bei 1,2 Prozent erwartet. 2027 dürfte es den Erwartungen zufolge auf 1,5 Prozent Wachstum leicht anziehen, wie es weiter heisst. Die Inflation wird im laufenden Jahr bei 0,3 Prozent erwartet, im kommenden bei 0,6 Prozent.
Bei der Arbeitslosenquote wird für 2026 ein Anstieg zum Vorjahr von 2,8 auf 3,1 Prozent erwartet. Für 2027 lautet die Prognose 3,0 Prozent.
(Grafik: Schweizerische Bankiervereinigung)
Beim Leitzins der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sei man sich überwiegend einig, dass dieser bei 0,00 Prozent ausharren wird, heisst es weiter. Nach Schätzung der Expertinnen und Experten wird der Schweizer Franken weiterhin relativ stärker, vor allem gegenüber dem US-Dollar.
Auf das eigene Geschäft blickt man optimistisch. Trotz Nullzinsumfeld und anhaltendem Margendruck erwarten mehr als drei Viertel der Befragten für 2026 einen gleichbleibenden bis steigenden aggregierten Geschäftserfolg der Banken. Das gründe sich vor allem auf einem steigenden Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Gerechnet wird auch mit höherer Kundenaktivität, wachsenden verwalteten Vermögen und einer positiven Entwicklung in den meisten Asset-Klassen. Das dürfte die Herausforderungen im Zinsgeschäft kompensieren.
Hypothekennachfrage weiter hoch
Ebenfalls positiv ist die Erwartung an den Hypothekarmarkt. Die Nachfrage dürfte auch nach Abschaffung des Eigenmietwerts steigen. Steigende Immobilienpreise würden das Volumen zusätzlich erhöhen.
Aufgrund der Unsicherheit bezüglich des Investitionsverhaltens der Unternehmen wird im übrigen Kreditgeschäft eine verhaltene Entwicklung erwartet. Bei den inländischen Nicht-Hypothekarkrediten gehen 60 Prozent der Befragten von einem Wachstum im Rahmen der bisherigen Durchschnittswerte aus.
Bei den verwalteten Vermögen wird mit einer Trendfortsetzung gerechnet. Hier wird auf das Sicherheitsbedürfnis der Kunden und Kunden nach Sicherheit und die Attraktivität des starken Schweizer Franken verwiesen.
















