Schweizer Private-Tech-Equity-Spezialist wächst rasant

Der Schweizer Asset Manager Stableton Financial (der früher als Fintech bezeichnet wurde) mit Sitz in Zürich hat im August die Marke von 1 Milliarde Dollar verwaltetes Vermögen durchbrochen. Stableton war 2018 gegründet worden und brauchte sieben Jahre, um ein Volumen von 500 Millionen Dollar Assets under Management (AuM) zu erreichen. Für die zweiten 500 Millionen AuM hätten zehn Monate gereicht, ist der Medienmitteilung vom Montag zu entnehmen.

Stableton ist als Private-Equity-Investor tätig und konzentriert sich dabei auf «private blue-chip tech companies». Die Gesellschaft bietet systematische, passive (und damit relativ kostengünstige) Anlagen «in die wertvollsten Einhörner der Welt» (Unicorns, Startups mit einer Bewertung von über 1 Milliarde Dollar) an. Das 2023 in der Schweiz lancierte Flaggschiffprodukt nennt sich Stableton Morningstar PitchBook Unicorn 20 und soll nun über den entsprechenden luxemburgischen Anlagefonds auch in den USA vermarket werden.

Zwölf statt vier Jahre bis zum Börsengang

Stableton hält fest, dass heute ein Grossteil der Wertschöpfung im Technologiesektor stattfindet, solange die Unternehmen noch in Privatbesitz sind: 2025 ging ein typisches Technologieunternehmen zwölf Jahre nach der Gründung an die Börse – 1999 waren es noch vier Jahre.

Bisher hat Stableton mehr als 185 Transaktionen abgeschlossen.

Gebühren, Preisgestaltung, Liquidität und Komplexität

Mitgründer und CEO Andreas Bezner blickt auf die Aufbaujahre zurück: «Wir waren weltweit die ersten, die damit auf den Markt kamen, und in den ersten Jahren machte das jedes Gespräch schwieriger. Die meisten Anleger hatten noch nie ein Engagement in privaten Technologieunternehmen in einem systematischen, halb-liquiden Portfolio gesehen. Das Überschreiten der 1-Milliarde-Dollar-Marke zeigt, dass unsere Anleger uns frühzeitig vertraut haben und dass die Anlageklasse reifer wird.»

Und Mitgründer sowie CFO Konstantin Heiermann ergänzt: «Bei jedem Treffen kam man immer wieder auf dieselben vier Punkte zurück: hohe Gebühren, undurchsichtige Preisgestaltung, geringe Liquidität und eine Komplexität, die Investoren abschreckte. Wir haben das Unternehmen mit dem Ziel gegründet, diese vier Probleme zu beheben, und ein verwaltetes Vermögen von 1 Milliarde Dollar zeigt uns, dass wir den Markt richtig eingeschätzt haben.»