Zuger Kantonalbank profitiert erneut von Sondereffekt
«Internationale Unsicherheiten und unerwartete Ereignisse haben das erste Halbjahr 2026 geprägt und die Volatilität an den Finanzmärkten erhöht. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach fundierter Beratung und Anlagekompetenz weiterhin hoch», kommentierte Hanspeter Rhyner, CEO der Zuger Kantonalbank, das Halbjahresergebnis 2026.
Der Zinsertrag beträgt laut Mitteilung 131,3 Millionen Franken (–9,4 Prozent). Wie im Vorjahr sei darin ein Sondereffekt von rund 8 Millionen Franken enthalten. Es handelt sich hierbei um einmalig angefallene Zinserträge, hiess es auf Anfrage. Weitere Details veröffentlicht die Bank nicht.
Gleich um 26,5 Prozent tiefer war dagegen der Zinsaufwand, er betrug noch 28,1 Millionen Franken. Dadurch begrenzte sich der Rückgang beim Netto-Erfolg auf knapp 3 Prozent auf noch 104,9 Millionen Franken.
Dagegen entwickelte sich das Anlagegeschäft deutlich dynamischer: Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg um 8,3 Prozent auf 50 Millionen Franken, wobei das Wertschriften- und Anlagegeschäft um 11,3 Prozent zulegte.
Deutlich mehr Neugeld
Die Kundenvermögen erhöhten sich im ersten Halbjahr um 1,5 Milliarden Franken auf 30,8 Milliarden Franken. Der Nettoneugeldzufluss belief sich auf 612,5 Millionen Franken und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 251,7 Millionen Franken. Gleichzeitig stiegen die Kundengelder um 3,5 Prozent auf 13,5 Milliarden Franken, während die Kundenausleihungen mit 15,2 Milliarden Franken leicht unter dem Vorjahresniveau lagen.
Der Handelserfolg verbesserte sich um 3,4 Prozent auf 10,3 Millionen Franken. Der Geschäftsaufwand nahm infolge von Investitionen in Personal, Digitalisierung und regulatorische Projekte um 3,2 Prozent auf 73,5 Millionen Franken zu. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich leicht auf noch 43,5 Prozent.
Tieferes Ergebnis erwartet
Die Bilanzsumme wuchs seit Jahresbeginn um 1,3 Milliarden Franken auf 20,6 Milliarden Franken. Mit einer Gesamtkapitalquote von 24,4 Prozent sieht sich die Bank weiterhin komfortabel kapitalisiert.
Für das Gesamtjahr erwartet die Zuger Kantonalbank wegen des anspruchsvollen Zinsumfelds und wegfallender Sondereffekte ein tieferes Ergebnis als im Vorjahr. Wachstumspotenzial sieht sie weiterhin im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft.














