Erste europäische Bank mit einer Renminbi-Clearing-Lizenz
Erfolg für den Finanzplatz Frankfurt: Die Deutsche Bank ist von der People's Bank of China, der Zentralbank Chinas, zur ersten Renminbi-Clearingbank in Europa ernannt worden, wie einer Meldung vom Montagabend zu entnehmen ist.
Durch das Clearing in Frankfurt profitierten Finanzinstitute und Unternehmen von einer direkten und schnellen Abwicklung, Verrechnung und Abrechnung grenzüberschreitender Renminbi-Transaktionen und könnten so ihre Finanzverbindungen zwischen Europa und China stärken.
«Global verlässliche Clearingbank»
Alexander von zur Mühlen, CEO Asien-Pazifik, Europa, Naher Osten & Afrika und Deutschland der Deutschen Bank, kommentiert: «Das Mandat als Renminbi-Clearing-Partner in Europa stärkt unsere Rolle als global verlässliche Clearingbank und unterstreicht unser langjähriges Engagement für die Internationalisierung des Renminbi. Dadurch verbessern wir die finanzielle Vernetzung zwischen China und Europa und können unsere Kunden bei grenzüberschreitenden Handels- und Investitionsaktivitäten besser unterstützen.»
Renminbi-Clearing in Europa war schon bisher möglich, aber nur über Niederlassungen chinesischer Banken.
Vom Rennen um den Renminbi-Hub zum Courant normal
Vor gut zehn Jahren war der Renminbi-Hub in Europa ein grosses Thema, was zu einem Wettrennen der Finanzplätze führte. Entsprechend wurde der Hub hierzulande zu einem wichtigen Prestigeobjekt für das Swiss Banking. Im Oktober 2015 erhielt die China Construction Bank (CCB) eine Banklizenz der Finma. Bei der Eröffnung der CCB-Niederlassung in Zürich im Januar 2016 war viel Prominenz des Schweizer Finanzplatzes und auch der Behörden zugegen. CCB besorgt seither in der Schweiz das Renminbi-Clearing.
Im Januar 2021 hielt finews fest, dass die CCB mittlerweile Transaktionen über knapp 600 Milliarden Franken abgewickelt habe und 13 Schweizer Partnerbanken zum Hub zählten. Heute ist Zürich eine wichtige Drehscheibe für das Offshore-Renminbi-Ökosystem.
Nicht bekannt ist, ob auch eine Schweizer Bank den Clearing-Status anstrebt. In Frage kämen wohl nur die UBS und die Zürcher Kantonalbank.














