Revolut will 600 Stellen in Westeuropa schaffen
Die französische Aufsichtsbehörde ACPR und die Europäische Zentralbank (EZB) hätten die Genehmigung für eine volle Banklizenz in Frankreich erteilt, teilte Revolut mit. Bislang nutzte Revolut für sein EU-Geschäft eine litauische Banklizenz. Laut Mitteilung sollen die Kunden in Westeuropa schrittweise auf die französische Gesellschaft übertragen werden – beginnend in Frankreich, gefolgt von Ländern wie Deutschland, Irland, Italien, Portugal und Spanien.
Für die rund 1,2 Millionen Schweizer Kunden ändert sich nichts, wie es auf Anfrage von finews hiess.
Neue Zentrale in Paris
Im vergangenen Jahr hat sich das Unternehmen verpflichtet, mehr als 1 Milliarde Euro in Westeuropa zu investieren, nun kündigt Revolut an, über 600 Mitarbeiter einzustellen, 400 davon in seiner neuen westeuropäischen Zentrale in Paris, die im nächsten Jahr operativ sein soll.
Revolut, das nach einem langen Verfahren erst im vergangenen März eine britische Banklizenz erhalten hatte, gehört zu den wertvollsten Fintechs weltweit. Bei einem kürzlich erfolgten Verkauf von Aktien durch Altaktionäre an Investoren wurde das Unternehmen mit 115 Milliarden Dollar bewertet. Dies bei einem ausgewiesenen Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar für 2025.
Ungestümes Wachstum
Revolut betreut weltweit 75 Millionen Kunden. Mit rund 30 Millionen sei Westeuropa die grösste und am schnellsten wachsende Region, heisst es. Allein im vergangenen Jahr hat die Bank fast 8 Millionen Kunden in diesen Märkten gewonnen.
Im Juni hatte die «Financial Times» über Beanstandungen der EZB bei Revolut im vergangenen Jahr berichtet. Demnach sollen die Aufseher besorgt über das schnelle Wachstum von Revolut gewesen sein. Deshalb habe die EZB im vergangenen Jahr Verbesserungen an den internen Prozessen bei der Einführung neuer Produkte gefordert.















