Bank Zimmerberg mit etwas mehr Gewinn
Die Bank Zimmerberg mit Sitz in Horgen hat laut Mitteilung vom Mittwoch im ersten Halbjahr 2026 einen Gewinn von 1,72 Millionen Franken erzielt. Gegenüber der Vorjahresperiode entspricht dies einem Plus von 4 Prozent.
CEO Oliver Jaussi zeigt sich entsprechend zufrieden. «Das erzielte Resultat übertrifft unsere Erwartungen und liegt leicht über dem Budget. Es bestätigt, dass wir auch bei einem Niedrigzinsumfeld und volatilen Marktumfeld erfolgreich agieren», heisst es dazu.
Zinsgeschäft weiter unter Druck
Spurlos geht die Nullzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) allerdings auch an der Bank Zimmerberg nicht vorbei. Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft sank gegenüber dem Vorjahr nochmals um 4,5 Prozent auf 7,0 Millionen Franken.
Gleichzeitig ging das Kreditvolumen etwas zurück. Die Bank führt dies insbesondere auf erfolgreiche Objektverkäufe von Kunden aus dem Bereich Baupromotion zurück. Die Hypothekarforderungen reduzierten sich um 10,4 Millionen Franken oder 0,8 Prozent auf 1,36 Milliarden Franken.
Die Bilanzsumme nahm entsprechend leicht um 0,3 Prozent auf 1,594 Milliarden Franken ab.
Anlagegeschäft legt zu
Deutlich besser entwickelte sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Die Erträge stiegen um 9,3 Prozent auf 2,32 Millionen Franken. Verantwortlich dafür war vor allem das Wertschriften- und Anlagegeschäft.
Auch die verwalteten Depotvermögen legten zu. Dank Neugeldzuflüssen und einer positiven Entwicklung an den Finanzmärkten stiegen sie seit Ende 2025 um 46,6 Millionen Franken auf 769,1 Millionen Franken. Das entspricht einem Wachstum von rund 6,5 Prozent innerhalb von sechs Monaten.
Damit gewinnt das Anlagegeschäft für die traditionell stark im Hypothekargeschäft verankerte Regionalbank weiter an Gewicht.
Die Kosten sinken wieder
Unterstützt wurde das Ergebnis zudem von tieferen Kosten. Der Geschäftsaufwand ging gegenüber der Vorjahresperiode um 240’000 Franken zurück. Sowohl beim Personal- als auch beim Sachaufwand gab die Bank weniger aus als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2025 waren die Personalkosten noch um 9,2 Prozent gestiegen.
Vorsichtiger Optimismus
Für die zweite Jahreshälfte bleibt die Bank angesichts der geopolitischen Unsicherheiten und der Zinsentwicklung vorsichtig. Mit einer baldigen Zinswende rechnet sie nicht.
Dennoch erwartet CEO Jaussi für das Gesamtjahr eine Verbesserung: «Unser breit abgestütztes Geschäftsmodell, engagierte Mitarbeitende und eine treue Kundschaft stimmen mich zuversichtlich, dass wir unser Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern werden.»















