Viseca: Mehr Transaktionen, weniger Gewinn

Viseca hat laut Mitteilung vom Mittwoch im ersten Halbjahr 2026 einen Konzerngewinn von 60,7 Millionen Franken erzielt. Das sind 6,2 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Der Umsatz ging leicht um 0,4 Prozent auf 263,5 Millionen Franken zurück.

Als Gründe für den tieferen Gewinn nennt das Unternehmen geringere Zinserträge, leicht rückläufige Gebühreneinnahmen, einen positiven Sondereffekt aus einem Interchange-Fall im Vorjahr sowie höhere Kosten im Zusammenhang mit dem Projektportfolio. 

Der Betriebsaufwand stieg um gut 2 Prozent auf 187,6 Millionen Franken. Gleichzeitig sank der Personalbestand um 2,4 Prozent auf 761 Vollzeitstellen. 

Mehr Zahlungen, mehr Karten

Operativ wuchs das Geschäft weiter. Die Zahl der Transaktionen nahm um 7,3 Prozent auf 281,9 Millionen zu, was laut Viseca rund 1,6 Millionen Zahlungen pro Tag entspricht. Das Transaktionsvolumen erhöhte sich um 2,9 Prozent auf 18,7 Milliarden Franken. Im Inland lag das Plus bei 2,8 Prozent, im europäischen Ausland bei 3,4 Prozent und im übrigen Ausland bei 1,0 Prozent.

Auch der Kartenbestand legte zu. Per Ende Juni waren 4,47 Millionen Karten im Umlauf, 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 

Zuversichtlicher Ausblick

Die Bilanzsumme stieg per Ende Juni auf 1,81 Milliarden Franken. Das Eigenkapital lag bei 966,6 Millionen Franken, entsprechend einer Eigenkapitalquote von 53,4 Prozent. Für die zweite Jahreshälfte zeigt sich Viseca zuversichtlich und verweist auf das Wachstum bei Transaktionen und Kartenbestand sowie auf die laufenden Digitalisierungsprojekte.