Trusso will Schweizer Treuhandmarkt aufrollen

Der Schweizer Treuhandmarkt bleibt stark fragmentiert – und genau darin sieht die neu gegründete Trusso AG ihre Chance. Das Unternehmen positioniert sich als Treuhand- und Wirtschaftsprüfungsgruppe, die kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nicht nur bei administrativen Aufgaben unterstützt, sondern auch in strategischen Fragen begleitet, wie es in einer Medienmitteilung vom Dienstag heisst.

«Unzählige KMU stehen durch die Digitalisierung und den Fachkräftemangel vor gewaltigen Herausforderungen. Hier wollen wir ansetzen und ihnen professionelle Strukturen, Technologie auf dem neuesten Stand und Expertise bieten», sagt Verwaltungsratspräsident Thomas Koller

Koller weiss, wovon er spricht: Er verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Aufbau und in der Führung partnergeführter Dienstleistungsorganisationen. Das neue Angebot der neuen Plattform umfasst denn klassische Treuhanddienstleistungen wie Buchhaltung, Steuerberatung und Revision. Darüber hinaus berät Trusso Unternehmen in den Bereichen Controlling, Finanzierung, Unternehmensnachfolge sowie Bewertung.

Lokale Verankerung mit zentraler Plattform

Das Geschäftsmodell von Trusso basiert auf einem Netzwerk regional verankerter Partnerfirmen, die ihre operative Eigenständigkeit behalten. Gleichzeitig profitieren sie von gemeinsamen Ressourcen, zentralisierter Expertise sowie technologischen Lösungen.

Im Zuge ihrer Wachstumsstrategie ist Trusso Partnerschaften mit den Unternehmen Tretor, Ferax und Vantikai eingegangen. Während Tretor und Ferax lokales Beratungs-Know-how einbringen, erweitert Vantikai das Leistungsangebot um KI-gestützte Automatisierungs- und Digitalisierungsservices für KMU.

Führungsteam ausgebaut

Die operative Führung liegt bei den geschäftsführenden Partnern Adrian Schaller, Josia Röhm und Christoph Thommen. Die Verantwortung für Technologie und künstliche Intelligenz übernimmt Thommen als Chief Technology Officer. Er ist spezialisiert auf Prozessoptimierung und Digitalisierung im internationalen Umfeld.

Ergänzt wird das Partnerteam durch Martin Dettwiler, David Klein, Antonio Marin, Renzo Peduzzi und Emil Walt, die über Abschlüsse als Wirtschaftsprüfer oder Steuerexperten verfügen.

Fokus auf Beratung statt Administration

«Wir bieten den Partnerfirmen alles, was sie benötigen, um aktiv zu sein und die Partnerfimen bewahren das, was entscheidend ist: die starke lokale Kundenbeziehungen und unternehmerische Freiheit», betont Koller.

Adrian Schaller ergänzt: Digitalisierung sei bei Trusso keine Zusatzleistung, sondern die Grundlage des Geschäftsmodells. Dadurch würden Prozesse beschleunigt und Freiräume für wertschöpfende Beratungsleistungen geschaffen.

Breite Branchenabdeckung

Trusso konzentriert sich auf Branchen mit hohem Beratungsbedarf. Dazu zählen das Baugewerbe und Handwerk, Dienstleistungsunternehmen, Versicherungen, Gastronomie und Tourismus, das Gesundheitswesen, der Detailhandel, die Immobilienwirtschaft, Industrieunternehmen sowie Technologie- und Start-up-Firmen.

Mit dem Zusammenspiel von lokaler Präsenz, digitaler Infrastruktur und strategischer Beratung will die Gruppe in den kommenden Jahren eine führende Rolle im Schweizer Treuhandmarkt einnehmen.