Zinsertrag bei Acrevis schrumpft deutlich
Die Regionalbank Acrevis hat im ersten Semester einen tieferen Gewinn erzielt. Ausschlaggebend war der schwächere Zinsertrag.
Die Acrevis Bank mit Sitz in St.Gallen hat im ersten Halbjahr einen Gewinn von 12,7 Millionen Franken erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Rückgang um 7,8 Prozent. Im gleichen Masse ging auch der Geschäftserfolg auf 14,8 Millionen Franken zurück, wie der am Freitag veröffentlichten Bilanz zu entnehmen ist.
Die Netto-Kundenausleihungen stiegen im Berichtszeitraum um 1,3 Prozent auf 4,17 Milliarden Franken, während die Kundengelder um 0,5 Prozent auf 3,70 Milliarden Franken abnahmen.
Die tieferen Leitzinsen der SNB wirkten sich klar nachteilig auf den Zinsertrag aus, der um 26 Prozent auf 30,6 Millionen einbrach. Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft lag rund 13 Prozent tiefer bei 23,6 Millionen Franken.
Im langfristigen Vergleich sei das Semesterergebnis 2025 noch immer erfreulich und lieg klar über demjenigen von 2022, als letztmals ein so tiefes Zinsniveau herrschte, schreibt die Bank. Ebenfalls erfreulich habe sich die Entwicklung der Wertberichtigungen gezeigt. Bei einer unverändert vorsichtigen Risiko- und Bewertungspolitik ergab sich netto keine Notwendigkeit für zusätzliche Wertkorrekturen.
Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft positicv
Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft habe sich anhaltend positiv entwickelt und der Ertrag wies ein Plus von 5,8 Prozent auf 14,4 Millionen Franken aus. Der Erfolg aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft stieg aufgrund des höheren Geschäftsvolumens um 8,9 Prozent. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft sank aufgrund der sinkenden Zinsdifferenz des Schweizer Frankens zu den Fremdwährungen und der tieferen Kundenaktivitäten um 0,4 Millionen Franken, während sich der übrige ordentliche Erfolg um 0,2 Millionen erhöhte.
Zusammen ergibt das einen um 5,1 Prozent tieferen Bruttoertrag von 42,7 Millionen Franken. Der Geschäftsaufwand ging um 2,8 Prozent auf 26,7 Millionen zurück.
Die Kennzahlen seien robust, betont die Bank. «Sowohl die Kapitalquote (18,33 Prozent gegenüber 18,45 Prozent per Ende 2024) als auch der Kundenausleihungsdeckungsgrad (88,9 Prozent gegenüber 90,5 Prozent per Ende 2024) befinden sich auf einem sehr guten Niveau», betont VRP Stephan Weigelt.
Acrevis hat den Hauptsitz in St.Gallen und sieben weiteren Niederlassungen zwischen Bodensee und Zürichsee.