Mirabaud hält Gewinn trotz tieferer Erträge stabil
Per Ende Juni verwaltete die familiengeführte Bankengruppe Mirabaud mit Hauptsitz in Genf Vermögen von 32,4 Milliarden Franken, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht. Das entspricht einem Anstieg von 8 Prozent gegenüber den 30,0 Milliarden Franken ein Jahr zuvor. Zum Wachstum hätten sowohl die Entwicklung an den Finanzmärkten als auch die Geschäftstätigkeit der Gruppe beigetragen.
Der konsolidierte Reingewinn belief sich auf 12,3 Millionen Franken nach 12,1 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum. Die Erträge gingen dagegen auf 135,4 Millionen Franken zurück, nachdem sie im ersten Halbjahr 2025 143,5 Millionen Franken betragen hatten. Mirabaud führte dies insbesondere auf das Umfeld sinkender Zinsen zurück.
Tiefere Kosten stützen Ergebnis
Die Betriebsaufwendungen reduzierten sich auf 111,8 Millionen Franken nach 125,7 Millionen Franken im Vorjahr. Zudem habe sich ein ausserordentlicher Ertrag von 11,5 Millionen Franken im Zusammenhang mit der Bereinigung eines Altdossiers positiv auf das Ergebnis ausgewirkt.
Kapitalbasis bleibt stark
Nach Angaben der Bank blieb die Bilanzsumme per Ende Juni mit 2,2 Milliarden Franken weitgehend stabil.
Die harte Kernkapitalquote (CET1) habe weiterhin über 20 Prozent gelegen, während die kurzfristige Liquiditätsquote (LCR) 195 Prozent erreicht habe.
Ausbau in der Schweiz
Darüber hinaus habe Mirabaud im ersten Halbjahr ihre strategischen Investitionen fortgesetzt. Dazu hätten die Eröffnung eines neuen Standorts in Lausanne sowie die Zusammenführung der europäischen Booking-Center-Aktivitäten in Luxemburg gehört. Parallel dazu habe die Gruppe weiter in die Modernisierung ihrer technologischen Infrastruktur investiert, um die operative Effizienz zu erhöhen.
Für die zweite Jahreshälfte zeigte sich die Bank zuversichtlich. «In einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld setzen wir unsere Strategie konsequent um», lässt sich Senior Managing Partner Lionel Aeschlimann in der Mitteilung zitieren. «Dank unserer soliden Bilanz und unserer langfristigen Ausrichtung blicken wir zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte.»















