Bitcoin Suisse: Digitale Vermögenswerte gewinnen weiter an Bedeutung
Der Bericht analysiert, wie sich die globale Investmentlandschaft in jüngster Zeit verändert hat. Kapital und die Aufmerksamkeit der Investoren waren zuletzt stark auf künstliche Intelligenz (KI) konzentriert. Dabei sei das Interesse an digitalen Vermögenswerten etwas in den Hintergrund getreten.
Gleichzeitig würden Knappheit, Sachwerte und digitale Vermögenswerte wieder an Bedeutung gewinnen. Bitcoin nehme dabei eine besondere Position zwischen Risikoanlage, Liquiditätsinvestment und knappem Wertspeicher ein.
KI als neue Kapital-Obsession
KI ist zum dominierenden Ziel für risikobereites Kapital geworden, heisst es in dem Bericht. Das habe vorübergehend andere Themen verdrängt, insbesondere auch Krypto. Der Report warnt jedoch vor einer möglichen Diskrepanz zwischen hohen Investitionen, Bewertungen und der späteren Monetarisierung. Gleichzeitig sei KI keine reine Spekulationsgeschichte: Produktivitätsgewinne und reale Nachfrage seien vorhanden. Das Risiko liegt vor allem in der Finanzierung des enormen Infrastrukturausbaus und darin, dass Open-Weight-Modelle die Kosten für KI-Leistung stark senken könnten.
Von der Aktienknappheit zu Knappheit harter Vermögenswerte
Im Bereich der Aktien hätten niedrige Zinsen, hohe Liquidität, Aktienrückkäufe und das begrenzte Angebot die Entwicklung befeuert. Die bisherige Unterstützung von Aktien verliere jedoch an Wirkung, sind die Autoren überzeugt. Gleichzeitig steige die Staatsverschuldung, das Anleiheangebot und die fiskalischen Risiken. Dadurch würden Gold und Bitcoin als knappe Vermögenswerte wieder stärker in den Fokus rücken. Bitcoin unterscheide sich insbesondere dadurch von dem Edelmetall, dass sein Angebot auf 21 Millionen Coins begrenzt ist.
Rückkehr der Marktdisziplin
Der Report rechnet mit einem Wandel der Geldpolitik: Die Federal Reserve werde weniger stark über Forward Guidance und ihre Bilanz in die Märkte eingreifen. Dadurch werde marktbasierte Preisfindung, Zinsvolatilität und Selektivität an Bedeutung gewinnen. Für Krypto bedeute dies einen Übergang von breit getragenen, liquiditätsgetriebenen Kursanstiegen hin zu selektiverer Kapitalallokation und stärkerer Differenzierung zwischen einzelnen Assets.
Bitcoin wird in dem Report als Bestandteil moderner Portfolios gesehen. Es könne als eigenständige Renditetreiber und damit als eine zusätzliche Diversifikationsquelle dienen. Historische Modellrechnungen des Reports zeigen, dass bereits moderate Bitcoin-Allokationen die Portfolioeffizienz verbessern konnten. Eine vollständige Ersetzung von Anleihen wird jedoch ausdrücklich nicht empfohlen.
Risikoadjustiertes Profil verbessern
Zudem könnte ein aktives Krypto-Management Vorteile bieten. Eine systematisch gesteuerte Umsetzung könne das risikoadjustierte Profil verbessern, ohne die strategische Bitcoin-Allokation zu erhöhen.
Auch Onchain Finance und Tokenisierung werden in den Bericht behandelt. Der eigentliche Mehrwert von Onchain Finance liegt in programmierbaren, kombinierbaren und liquiden Assets, Echtzeit- bzw. Atomic-Settlement sowie globaler Distribution. Gleichzeitig könne Regulierung direkt in die digitale Infrastruktur eingebettet werden, sodass Compliance bereits auf Smart-Contract-Ebene erfolgen kann.















