Nidwaldner Kantonalbank: Zinsgeschäft drückt auf den Gewinn
Die Nidwaldner Kantonalbank (NKB) blickt laut Mitteilung vom Dienstag auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Mit einem Geschäftserfolg von 16,3 Millionen Franken weise die Bank ein «erfreuliches Halbjahresergebnis» aus. Gegenüber dem ersten Semester 2025 sank der Geschäftserfolg um 6,3 Prozent. Beim Reingewinn betrug das Minus im Vergleich zum Vorjahr 2,1 Prozent.
Das wichtige Zinsgeschäft brachte einen Brutto-Ertrag von 29,4 Millionen Franken, knapp 4 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Die Einnahmen aus Kommissionen und Dienstleistungen stiegen dagegen um fast 11 Prozent auf 8,1 Millionen Franken. Auf der anderen Seite erhöhte sich der Geschäftsaufwand um gut 5 Prozent auf 24,2 Millionen Franken.
Deutlich mehr Kundengelder
Das Wertschriften- und Anlagegeschäft sowie die Kundengelder verzeichneten im ersten Halbjahr ein starkes Wachstum, schreibt die Bank. Das Depotvermögen erhöhte sich dank eines positiven Nettoneugeldzuflusses um fast 8 Prozent auf 3,4 Milliarden Franken. Die Kundengelder stiegen sogar noch etwas schneller. Sie legten 353,5 Millionen Franken auf neu 4,5 Milliarden Franken zu. Das Plus von 8,5 Prozent unterstreiche das hohe Vertrauen der Kundinnen und Kunden in die Beratungs- und Anlagekompetenz der NKB, heisst es.
Auch das Finanzierungsgeschäft «setzte seine positive Entwicklung fort». Trotz des anspruchsvollen regionalen Immobilienmarkts und des veränderten Zinsumfelds erhöhten sich die Kundenausleihungen seit Jahresbeginn um 87,5 Millionen Franken oder 1,6 Prozent.
Mitte Jahr summieren sich die Kundenausleihungen bei der NKB auf insgesamt 5,6 Milliarden Franken, davon sind gut 5,2 Milliarden Franken Hypotheken. Ein deutliches Plus von 10,7 Prozent gab es bei der NKB bei den übrigen Forderungen gegenüber Kunden.
Neuer CEO gestartet
«Mit der Strategie ‹Uisblick› haben wir wichtige Grundlagen für die Zukunft geschaffen. Nun gilt es, diesen Weg gemeinsam mit Urs Pfluger weiterzuentwickeln. Die neue Strategie wird Bewährtes mit neuen Impulsen verbinden und gleichzeitig den Werten der NKB treu bleiben», sagt Daniel Bieri, Präsident des Bankrats.
Nach mehr als 13 Jahren an der Spitze der NKB ist Heinrich Leuthard Ende Juni in den Ruhestand getreten. Im Dezember 2025 gab die Bank bekannt, dass Urs Pfluger dessen Nachfolge antreten wird. Der 55-Jährige war seit 2007 als Chief Market Officer (CMO) und Mitglied der Geschäftsleitung für die Baloise Bank in Solothurn tätig.
Seit Juli ist Pfluger offiziell als CEO gestartet. Er sagt: «Das positive Halbjahresergebnis ist der Verdienst unserer engagierten Mitarbeitenden und der Geschäftsleitung unter der Führung meines Vorgängers Heinrich Leuthard. Für diese Ausgangslage bin ich dankbar.»
Neuer Bankrat und neues GL-Mitglied
Ebenfalls seit Anfang Juli neu im Bankrat ist Adrian Schürmann, er folgt auf René Barmettler. Die weiteren Mitglieder des Bankrats wurden durch den Regierungsrat bestätigt.
Zudem wurde laut Mitteilung Mauro Eicher zum Leiter des Bereichs Corporate Center und somit zum Mitglied der Geschäftsleitung ernannt. Der 55-jährige Innerschweizer übernimmt die Funktion von Nicole Lüthy, welche die Bank Ende Juni verlassen hat. Eicher tritt seine neue Stelle Anfang September an.















